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Gepostet on 6 Dez 2016 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese, Slide

Bethlehem bereitet sich auf Weihnachten vor

Bethlehem bereitet sich auf Weihnachten vor

 

BEIT JALA / BETHLEHEM – Seit dem 1. Adventsonntag, dem 27 November 2016, bereitet sich die Stadt in Judäa, in der der Erlöser geboren wurde, darauf vor Weihnachten zu feiern.

Am Sonntag, den 27. November, zelebrierte Bischof Shomali, Patriarchalvikar in Jerusalem und Palästina, einen Gottesdienst in der örtlichen Pfarrkirche zur Verkündigung in der Stadt Beit Jala, nahe Bethlehem. Er nutzte die Gelegenheit, in seiner Predigt an die vier verschiedenen Zeiten der Ankunft Christi im Lauf der Geschichte zu erinnern.

„Das erste Mal“, erklärte er, „ist in der Vergangenheit mit der Geburt Christi, des makellosesten der Menschensöhne. Die Geburt des Messias, jahrhundertelang erwartet, aufgenommen mit der Zärtlichkeit einer Mutter“. Und all das wurde bestärkt durch die Bescheidenheit der Höhle, in der er geboren wurde. Eine andere dieser Zeiten wird in der Zukunft stattfinden, wenn Christus wiederkommt, die Lebenden und die Toten zu richten. Die anderen beiden betreffen unsere Gegenwart; die erste ist sakramental, um uns auf unserem Weg zum Königreich Gottes zu unterstützen. Auf eine besondere Weise ist Christus unter uns in der Eucharistie. Die zweite ist, wenn er in den Ärmsten willkommen geheißen wird. „Die Ärmsten, die, die nackt, hungrig, durstig sind…sind das Bild Gottes.“ Wenn wir sie willkommen heißen, heißen wir Christus willkommen, der leidet. Wenn wir das tun, wenn wir „ihn im Sakrament empfangen, dann heißt er auch uns, eschatologisch, willkommen und richtet uns nach unseren Taten der Nächstenliebe“. Bischof Shomali betonte nochmals, „um diese eschatologische Prüfung ohne Schwierigkeiten zu bestehen, ist es wichtig, dass wir uns der Ankunft Christi in unserer Zeit bewusst sind“.

Nach der Messe fand im Pfarrsaal ein Weihnachtsverkaufsmarkt statt mit zahlreichen handwerklichen Produkten, die von Christen vor Ort hergestellt wurden: verschiedenste Dekorationsobjekte und gastronomische Spezialitäten, darunter die berühmten „ma’amul“, Kekse gefüllt mit Datteln, Walnüssen oder Pistazien.

Sogar in Bethlehem, auf dem Krippenplatz (Manger Square) vor der Kathedrale, wurde drei Tage lang ein Weihnachtsmarkt abgehalten mit zahlreichen Ständen, die verschiedene Länder repräsentieren. Auch auf diesem Platz wurden zahlreiche lokale Spezialitäten angeboten. Auf einer Bühne, die für diesen Anlass errichtet wurde, sangen Künstler klassische Weihnachtslieder.

Auf dem gleichen Platz werden am 3. Dezember die Lichter des Weihnachtsbaumes entzündet, anschließend gibt das Osloer Philharmonische Orchester zusammen mit der palästinensischen Sängerin Luna Amin ein Konzert.

Die Region von Bethlehem hofft, dass in diesem Jahr die Ankunft von Pilgern den Tourismus stärken wird, der sich seit mehr als zwei Jahren in der Krise befindet. Normalerweise sind die Hotels zu dieser Jahreszeit zu 80% oder 90% ausgelastet, vergangenes Jahr erreichten sie nicht einmal die Hälfte dieser Zahl, gemäß meiner Schätzung der Palästinensischen Verwaltungsbehörde. Die Verluste für die Stadt, die von der Mauer umgeben ist, sind kolossal. Bethlehem, in dem einer von fünf Arbeitern arbeitslos ist, lebt hauptsächlich vom Tourismus.

Vivien Laguette

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