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Gepostet on 26 Sep 2016 in Aktuelles aus der Diözese, Apostolischer Administrator, Diözese, Kirche, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Slide

Erzbischof Pizzaballa in Jerusalem begrüßt

Erzbischof Pizzaballa in Jerusalem begrüßt

 

JERUSALEM – Am Mittwoch, dem 21. September 2016 gab Erzbischof Pizzaballa, der am 24. Juni von Papst Franziskus ernannte Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats, eine Pressekonferenz vor seinem feierlichen Einzug beim Jaffator in Jerusalem und einer Vesper in der Co-Kathedrale des Lateinischen Patriarchats.

Auf der Pressekonferenz am frühen Nachmittag in Mamilla, Jerusalem, sprach Erzbischof Pizzaballa über die hauptsächlichen Herausforderungen seines Mandats. „Zunächst die Verwaltung des Patriarchats reorganisieren und gleichzeitig die Kirche in ihrem spirituellen Leben und ihren pastoralen Aktivitäten zu unterstützen.“

Von einer pastoralen Perspektive aus versprach der neue Apostolische Administrator für „eine Einheit zwischen den Kirchen“ zu arbeiten und betonte, „wir können es uns nicht leisten, der Welt Lektionen über den Dialog zu erteilen, wenn zwischen uns nur Trennung und Misstrauen regieren.“

„Ich möchte auch die Familien ermutigen, gläubige Menschen, Gemeinschaften, und auf die verschiedenen Bedürfnisse jeder Region der Diözese eingehen: Jordanien, Palästina…“. Der neue Erzbischof nannte seine Sorgen: „Die jungen Leute, Migranten, ausländische Arbeiter, jene, die weit weg sind von der Kirche“ und auch „Probleme im Zusammenhang mit der politischen Situation, einschließlich der Wiedervereinigung von Familien“, und „das gestörte Gleichgewicht im Mittleren Osten, in Syrien, im Irak, und die tausenden Flüchtlinge in Jordanien.“

Erzbischof Pizzaballa sicherte auch zu, „Treffen fördern“ zu wollen und für einen Dialog zu arbeiten, „eine sehr schwierige Mission hier im Heiligen Land, wo Religionen eine ständige Quelle von Konflikten sind“. „Ich möchte zumindest“, sagte er, „handeln wie Papst Franziskus, weil diese Handlungen dazu beitragen, ein Bewusstsein zu schaffen.“

Weiters erklärte er den auf der Konferenz anwesenden Journalisten die besondere Aufgabe eines „Apostolischen Administrators“. „Es ist“, sagte er, „eine temporäre Lösung, um den Weg für einen neuen Patriarchen besser bereiten zu können, der später kommen wird, und der ernannt wird, wenn die Zeit reif ist.“

 

Eine jubelnde Menge am Jaffator

Nach der Pressekonferenz wurde der Erzbischof am Jaffator von den Führern der Kirchen von Jerusalem begrüßt und von einer riesigen Menge von Gläubigen, Ordensleuten, Priestern, Seminaristen, marschierenden Pfadfindern und Pilgern. Unter den anwesenden religiösen Autoritäten waren: der Griechisch-Orthodoxe Patriarch Theophilos III; der Armenische Patriarch Manougian; Bischof Anba Antonius vom Koptischen Patriarchat; Bischof Daniel Aba vom Äthiopischen Patriarchat; Bischof Munib Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche; Erzbischof Moussa El Hage vom Maronitischen Exarchat; Erzbischof Joseph Jules Zerey vom Melkitischen Patriarchat; der Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Patton, ofm, und Seine Eminenz Kardinal O’Brien, Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Außerdem waren die Generalkonsuln von verschiedenen europäischen Ländern und der Welt anwesend.

Während der Vesper, die in der Ko-Kathedrale des Lateinischen Patriarchats in Lateinisch, Arabisch und Italienisch gefeiert wurde, begrüßte Bischof William Shomali, Vikar für Jerusalem und Palästina, den neuen Apostolischen Administrator (Zitat): „Der Heilige Vater übergab eurer Obsorge eine ausgedehnte Diözese, die Jordanien, Palästina, Israel und Zypern umfasst. Es ist eine große Aufgabe. Es gibt eine immense Erwartung, und die Geistlichkeit, die religiösen Gemeinschaften und die Gläubigen sind erpicht darauf und glücklich, mit Ihnen in der Erfüllung Ihres pastoralen Dienstes zusammenzuarbeiten.“ Bischof Shomali anerkannte auch die reiche Erfahrung, die große Dynamik und den Willens zu dienen“ des Erzbischofs und erinnerte an „seine lange und fruchtbare Zeit als Kustos des Heiligen Landes“.

In seiner Ansprache an die Versammelten rief Erzbischof Pizzaballa zur Einheit auf (Zitat): „Nach der Freude über die Verklärung folgt der Abstieg vom Berg ins gewöhnliche, alltägliche Leben, sicher mit seinen freudigen Anteilen, aber auch mit seinen Problemen, Leiden und Spaltungen(..). Es ist genau dieser schwierige Kontext, und es ist einer, der es uns nicht gestattet, Illusionen zu schaffen. Wir sind gerufen, Kirche zu sein, das heißt, unser Zeugnis der Einheit zu geben. Hier, in dieser zerrissenen und geteilten Umgebung, muss die erste Ankündigung Einheit sein, die bei uns beginnt, in unserem Haus.“

Der Apostolische Administrator schloss mit denselben Worten, die er vor 10 Tagen in Bergamo gesagt hatte: „Ich möchte ein Bischof von Allen und für alle sein. Und ich zähle auf die volle Kooperation aller.“

Myriam Ambroselli

Fotos:©LPJ/©Mounir F. Hodaly

 

Feierlicher Einzug von Erzbischof Pizzaballa in Jerusalem

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Vesper in der Co-Kathedrale des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem

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Empfang im Lateinischen Patriarchat

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