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Gepostet on 6 Jun 2016 in Kultur, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Slide

Heiliges Grab: Restaurierung der Grabstätte Christi beginnt

Heiliges Grab: Restaurierung der Grabstätte Christi beginnt

JERUSALEM – Wie die Griechisch-Orthodoxe Kirche von Jerusalem angekündigt hatte, begannen die umsichtigen Restaurierungsarbeiten der Ädikula nach ihren Osterfeiern nach dem Julianischen Kalender am 8. Mai 2016. Die Arbeit ist jetzt an allen Tagen sichtbar.

Das Innere der Grabeskirche ist seit Anfang der Woche nicht mehr wieder zu erkennen: Gerüste und Bauausrüstung liegen auf dem kleinen gepflasterten Platz und sogar rund um das Grab Christi. Die Restaurierungsarbeiten an der Ädikula, die vor zwei Monaten vom Orthodoxen Patriarchat von Jerusalem und von der Kustodie des Heiligen Landes angekündigt worden waren, haben begonnen.

Ein Unternehmen, das mindestens acht Monaten dauern wird, rund um die Uhr

In einem Interview mit dem Heilig Land Magazin der Kustodie sagt Antonia Maropoulou, die für die Dauer des Projekts leitende Ingenieurin und wissenschaftliche Koordinatorin der Baustelle: „Zunächst müssen wir eine „Pilot Phase“ durchmachen, um die Gesamtheit der Probleme der Baustelle zu verstehen. Ziel ist es, die Konstruktion der Ädikula zu verstärken, indem wir die Marmorplatten, die sie bedecken, entfernen, die Materialien reinigen, das Mauerwerk aus der Zeit der Kreuzzüge befestigen und es mit Materialien reparieren, die zu den alten passen. Die Marmorplatten, die die Heilige Ädikula bedecken, haben auch stark unter den Pilgern gelitten, z. B. durch den Ruß der Kerzen, die über Jahrhunderte entzündet wurden: sie werden wieder montiert und mit Titanbolzen fixiert und restauriert.“(1)

Die peinlich genaue Arbeit wird die Verehrung durch die Pilger nicht behindern, sie werden immer Zugang zum Heiligen Grab haben, indem sie unter einem Sicherheitsgerüst durchgehen. Die wichtigste Arbeit, die das Absperren der Ädikula notwendig macht, wird in der Nacht durchgeführt: „Die Teams für die Steinmetz- und Maurerarbeiten werden immer und nur in der Nacht arbeiten. Die Restaurierungswerkstatt hingegen, die in der oberen Galerie der Lateinischen liegt, kann wegen dieser Lage auch untertags arbeiten, weil sie nicht in Kontakt mit den Pilgern kommt. Wir werden 24 Stunden am Tag arbeiten.“ (1) Die Restaurierung, die dem Athener Polytechnikum anvertraut ist, wird auch von Architekten der drei großen Gemeinden, die die Kustodie des Heiligen Grabes innehaben, überwacht.

„Das Heiligtum soll so bleiben, wie es ist, es soll nur gefestigt werden“

Die Restaurierung des Grabmahls, die von den drei christlichen Hauptgruppen der Grabeskirche (Katholiken repräsentiert durch die Franziskaner, Griechisch-Orthodoxe und Armenier) und von öffentlichen und privaten Beiträgen finanziert wird (wie die Spende von König Abdullah von Jordanien), hat das Ziel, das Gebäude instand zu halten, wie Pater Athanasius Macora, ofm, erklärt: „Das ist eine sehr konservierende Restaurierung: das Heiligtum muss so bleiben, wie es ist, nur gefestigt werden. Die Stahlträger rund um den Schrein werden entfernt und die Ädikula wird viel schöner, aber die Restaurierung wird sehr konservierend, es wird nichts hinzugefügt.“

Die Restaurierung erforderte im Vorfeld die Zustimmung der drei Gruppen. Die Zustimmung wurde wegen der Dringlichkeit der Arbeiten erreicht, sagt Seine Seligkeit Theophilos III, Griechisch-Orthodoxer Patriarch: „Die Restaurierung ist sehr wichtig, zunächst aus einer technischen Perspektive. Das Heiligtum ist seit 200 Jahren in diesem Zustand. Die Auferstehungskirche wurde zerstört, einschließlich der Ädikula. Damals wurde sie rasch hergerichtet, in nur zwei Jahren wurden die Grabeskirche und das Grab Christi restauriert. Und seit damals hat es keine Restaurierung mehr gegeben, nichts ist geschehen.

Die Ädikula wurde im 19. Jahrhundert nach einem Feuer gebaut und wurde 1947 unter britischem Mandat mit einem Metallrahmen befestigt. Eine jüngere Studie zeigt, dass der Ort neben anderen Dingen unter ernsten Feuchtigkeitsproblemen leidet, hervorgerufen durch die Kondensation des Atems der Besucher, aber auch unter Oxidation wegen des Rauchs der Kerzen, die im Heiligen Grab und außerhalb aufgestellt werden.

Thomas Charriere

Fotos: Heiliges Grab, 2. Juni 2016©LPJ / Thomas Charriere

(1) Maropoulou: Beginn der Arbeiten am Heiligen Grab – Ter

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