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Gepostet on 25 Apr 2016 in Barmherzigkeit, Slide

Pastoralzentrum „Our Lady Woman of Valor“: eine Oase für Migranten

Pastoralzentrum „Our Lady Woman of Valor“: eine Oase für Migranten

 

TEL AVIV – Das Pastoralzentrum „Our Lady Woman of Valor“ wurde im Februar 2014 im Süden von Tel Aviv eröffnet. Es ist ein Ort, an dem sich Migranten-Gemeinden treffen, um ihren Glauben auszuüben und die vielen angebotenen pastoralen Aktivitäten zu genießen. „Our Lady Woman of Valor“ ist das Hauptzentrum für die Pastoral von Migranten, und, wie Pater David Neuhaus sagte, bietet eine Oase, in der man spirituellen Trost, Training, Ausbildung und soziale Programme finden kann.

Das Zentrum „Our Lady Woman of Valor”, ein Ort spirituellen Lebens.

In diesem Zentrum, das im Herzen einer Nachbarschaft rund um die zentrale Bus-Station in Tel Aviv angesiedelt ist, liegt der Fokus der Aktivitäten auf der pastoralen Betreuung der Migranten. Das größte Gebäude, das 2014 renoviert wurde, beherbergt die Kirche, die das spirituelle, sakramentale und religiöse Leben vieler Pfarrmitglieder unterstützt. Es gibt tatsächlich einige Hundert oder sogar einige Tausend, die das Zentrum „Our Lady Woman of Valor“ zu ihrer Pfarre gemacht haben. Zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen werden sieben Sonntagsmessen gefeiert, von denen jede von gut 400 Gläubigen besucht wird. Nach dem Gottesdienst versammeln sie sich zu einem gemeinsamen Mahl und nützen die Gelegenheit, um über ihr Alltagsleben mit Freunden und Gemeindemitgliedern zu reden.

Philippiner, Inder, Sri-Lanker, Eritreer, Äthiopier, Sudanesen und von anderen Ländern, alle kommen her, um einen Ort spiritueller Erbauung zu finden. Das Zentrum bietet auch religiöse Bildung und Erziehung für Kinder mit einem passenden Katechismus in hebräischer Sprache, die sie auch in der Schule sprechen und in der sie lesen und schreiben gelernt haben. So können sie sich auf die Sakramente vorbereiten, 50 Kinder werden die erste Kommunion empfangen und 25 werden gefirmt werden. Nach sechs Jahren des Katechismus kommen einige weiterhin ins Zentrum und nehmen an Jugendgruppenaktivitäten teil, die allmählich mehr werden; bald werden sie einen eigenen Platz haben, wo sie sich zu ihren Aktivitäten treffen können.

Ein Ort, an dem Migranten praktische Hilfe für ihre Bedürfnisse finden

Das Zentrum ist darüber hinaus ein Platz, wo täglich reale soziale Herausforderungen angesprochen werden, die es den Migranten ermöglichen, ein würdevolleres Leben zu führen. Um geeignete Hilfe zur Verfügung zu stellen, sagt Pater David Neuhaus, Lateinischer Patriarchalvikar und Koordinator der Pastoral für Migranten, „wir haben einen runden Tisch mit NGOs, die für Migranten arbeiten und fragen, wie die Kirche ihre Arbeit unterstützen könnte?“ Bemerkenswert ist, dass die Antworten zu zwei Initiativen geführt haben:

  • Die Schaffung eines Tagesbetreuungszentrums für Kinder unter drei Jahren; im September 2014 wurden 6 Kinder im Zentrum begrüßt, jetzt sind es 51, die von einem Dutzend Personen betreut werden.
  • Die Öffnung eines Raums für rekonvaleszente Patienten im St. Josefs-Anbau, einem Gebäude in der Nähe, das kürzlich renoviert wurde. Das ist eine Reaktion auf ein echtes Problem, mit dem einige Migranten ohne soziale Absicherung konfrontiert sind: dass sie nämlich im Fall einer ernsten Erkrankung betreut werden. Oftmals finden sie sich, wenn sie aus dem Spital entlassen worden sind, auf der Straße ohne Arbeit, ohne Unterkunft und ohne Hilfe. NGOs suchen nach Unterkünften für die Rekonvaleszenten. Das Zentrum „Our Lady Woman of Valor“ versucht daher, auf diese Notwendigkeiten zu reagieren: eine Mutter, bei der Krebs diagnostiziert worden ist, lebt hier im Moment für drei Wochen mit ihrer 4 Jahre alten Tochter.

Ein dynamischer Platz im Herzen des Kirchenlebens

Pater Michael „Mako“ Grospe, der auf eine dreijährige Mission von den Philippinen kam, ist der Pfarrer und Direktor des Pastoralzentrums. Er koordiniert die verschiedenen Pastoralprogramme und Aktivitäten, die Wartung der Gebäude und die Beziehung zwischen den Kaplanen, Sozialarbeitern und anderen Menschen, die hier arbeiten. Während sich in seiner Pfarre die Ärmsten der Armen treffen, legt er besondere Bedeutung darauf, das Jahr der Barmherzigkeit zu leben, das Papst Franziskus ausgerufen hat. Pater Mako hat auch die Entwicklung verschiedener Initiativen überwacht, wie zum Beispiel Pfandflaschen zu sammeln, „jedes Pfarrmitglied bringt leere Flaschen zurück, und das dafür erhaltenen Geld dient der Wohltätigkeit der Pfarre“. Zwei Pilgerfahrten wurden organisiert zu den Pforten der Barmherzigkeit in Bethlehem und Jerusalem, „um den Pfarrmitgliedern die Erfahrung der Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu ermöglichen“. Er lud auch jedes seiner Pfarrmitglieder ein, sich persönlich zu verpflichten, das ganze Jahr hindurch eine Tat der Barmherzigkeit gewissenhaft auszuführen.

Calixte des Lauriers

Fotos: © LPJ/ Thomas Charrière

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