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Gepostet on 18 Apr 2016 in Politik und Gesellschaft, Regionalnachrichten, Slide

Eine königliche Schenkung zur Restaurierung des Heiligen Grabes

Eine königliche Schenkung zur Restaurierung des Heiligen Grabes

 

AMMAN/JERUSALEM – Am 10. April 2016 kündigte Seine Majestät König Abdullah II von Jordanien in einem Königlichen Edikt seine Entscheidung an, die Restaurierung des Heiligen Grabes in der Basilika des Heiligen Grabes zu Jerusalem zu finanzieren.

Der Königliche Hof informierte das Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem über die „makruma“ (königliche Schenkung) in einem Brief vom 10. April, adressiert an Seine Seligkeit Theophilus III. Der Orthodoxe Patriarch lobte die Großzügigkeit von König Abdullah und erinnerte daran, dass Seine Majestät immer ein treuer Wächter und Schützer der moslemischen und christlichen heiligen Stätten war und bleiben wird.

Während der Heiligen Woche gaben das Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes die Entscheidung bekannt, dass das Grab Christi in der Auferstehungsbasilika in Jerusalem bald nach den orthodoxen Osterfeierlichkeiten restauriert werden solle. Eine wissenschaftliche Studie, die jüngst durchgeführt worden war, zeigte, dass der Ort gravierende Feuchtigkeitsprobleme hat wegen der Kondensation des Atems der Besucher, und dass auch Oxidation wegen des Kerzenrauchs vorliegt.

Die Restaurierung ist möglich durch ein Übereinkommen zwischen den drei Hauptkonfessionen (Griechisch-Orthodox, Lateinisch und Armenisch), die gleichzeitig in der Basilika vertreten sind.

Bischof William Shomali, Lateinischer Patriarchalvikar von Jerusalem, begrüßte die Entscheidung von König Abdullah aufs wärmste: „Das sind exzellente Neuigkeiten, Neuigkeiten von äußerst symbolischem Charakter, weil das Heilige Grab der heiligste Ort für Christen aller Konfessionen ist. Diese Entscheidung zeigt die Güte des Königs Christen gegenüber und seine beständige Sorge um die Bewahrung des Erbes der Christenheit und schließt seine Rolle als Garant der Heiligen Stätten, der christlichen und moslemischen, in Jerusalem mit ein, gemäß dem Wadi Araba Übereinkommen.“

Die jüngste „makruma“ oder das Königliche Edikt ist ein weiterer Beweis für das Engagement von König Abdullah für die christlichen und moslemischen Stätten in der dreifach heiligen Stadt. Der Tempelberg, „Haram al-Sharif“, dessen Zutritt durch einen Status Quo geregelt ist und der unter jordanischer Jurisdiktion und Verwaltung durch den Waqf von Jerusalem steht, ist auch symbolisch für die Rolle Jordaniens beim Schutz der heiligen Stätten.

Der Teil des Heiligen Grabes, der restauriert wird, ist die Ädikula, der Ort der Grablege und Auferstehung von Christus. Diese ist seit 1947 unberührt, als die Briten Stahlträger einsetzten als Beginn einer Restaurierung, die nie stattgefunden hat. Die historische Wiederaufnahme auf persönliche Kosten Seiner Majestät wird einem griechischen Team anvertraut, das Prof. Antonia Moropoulou von der Nationalen Technischen Universität in Athen leitet.

Myriam Ambroselli