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Gepostet on 11 Apr 2016 in Liturgisches Leben, Slide

Osterbotschaft der Kirchenführer von Jerusalem

Osterbotschaft der Kirchenführer von Jerusalem

JERUSALEM – Lesen Sie nachstehend die Osterbotschaft der Kirchenführer von Jerusalem

Patriarchate und Führer der Ortskirchen in JerusalemDie Osterbotschaft der Kirchenführer von Jerusalem

Wir, die Patriarchen und Kirchenführer in Jerusalem, entbieten unsere Ostergrüße allen Menschen und der gesamten Schöpfung, im Namen des Auferstandenen Herrn Jesus Christus.

Während der Fastenpilgerreise lädt uns die Kirche ein, an einer Reise „freudigen Leids“ teilzunehmen. Während dieser Zeit gehen wir den Weg der Reflexion, der Umkehr und der Vorbereitung, wenn wir am Fuß des Kreuzes stehen in der Vorahnung der Licht bringenden Kraft, die Leid in Freude verwandelt. Das ist das spirituelle Paradoxon der Heiligen Woche, das uns näher zu Gott und zu einander bringt. Menschliches Leid und Pein werden durch das Kreuz Christi in Freude verwandelt, wo die göttlichen und menschlichen Realitäten einander treffen und wo Jesus Tod und Leiden überwindet. Daher ist das leere Grab hier in Jerusalem die Verkörperung der göttlichen Hoffnung für die gesamte Schöpfung.

Die Osterbotschaft ist nicht exklusiv für eine bestimmt Rasse, ein Volk oder eine Nation. Der Tag der Auferstehung gehört Gott, denn er ist Gottes Triumpf über den Tod, den er der gesamten Schöpfung anbietet durch das Leiden, den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus. Dieser universale Akt der Erlösung lädt unsere Welt heute ein, auf das Leid und den Schmerz vieler Menschen auf der ganzen Erde mit Erbarmen und Barmherzigkeit zu schauen. Dieser Zugang wird nicht erreicht, indem man Mauern der Entfremdung, Intoleranz oder Ablehnung baut. Unsere Welt braucht vielmehr Brücken, sodass Akzeptanz, Freundschaft und Gastlichkeit Realität werden können für jene, die leiden, denen die menschliche Würde abgesprochen wird und die so vielem Unheil ausgesetzt sind.

Diese Ausdrucksformen unseres Glaubens müssen Realität werden für die Millionen Flüchtlinge auf der ganzen Welt, die Fremde in fremden Ländern sind, Menschen, die Opfer von Gewalt, Intoleranz und Diskriminierung sind, während andere in ihrer Heimat leben unter Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Wir beten, dass die Kraft des strahlenden Osterlichts auf allen diesen Orten leuchte und die Augen und Herzen der ganzen Welt für diese Realitäten öffne. Dieses auferstandene Leben führend sind wir aufgerufen, Licht und Hoffnung für diese dunklen Orte zu sein.

Ostern hat, wie viele andere biblische Ereignisse, eine besondere Bedeutung für die Menschen dieser Region. Das leere Grab und seine Umgebung werden zum „Omphalos“ (Nabel der Welt“): sie erinnern uns an die dauernde Verbindung zwischen Gott und seiner Schöpfung. Die Stadt Jerusalem als Stadt der Auferstehung ist die Stadt der Hoffnung für diese Region und die ganze Welt. Heute liegt unsere Hoffnung in einem gerechten Frieden für die Menschen im Heiligen Land und im gesamten Mittleren Osten, die Stadt des Friedens verdient es, im Frieden zu leben durch das Zusammenleben als Gottes Menschen, die jedes menschliche Wesen respektieren. Wir glauben, dass das Licht von Ostern sicher auf uns alle fällt. Gott hat die Welt mit sich versöhnt in Jesus Christus, und wir sind zum Dienst der Versöhnung gerufen als Botschafter Christi in der Welt.

Möge die Freude von Ostern unsere Gedanken mit Fröhlichkeit füllen, und Leid aus unseren Herzen und Leben verbannen. Christ ist erstanden. Er ist wirklich auferstanden! Halleluja!

+ Patriarch Theophilos III, Griechisch-Orthodoxes Patriarchat

+ Patriarch Fouad Twal, Lateinisches Patriarchat

+ Patriarch Nourhan Manougian, Armenisch-Apostolisch-Orthodoxes Patriarchat

+ Pater Pierbattista Pizzaballa, ofm, Kustos des Heiligen Landes

+ Erzbischof Anba Antonious, Koptisch-Orthodoxes Patriarchat, Jerusalem

+ Erzbischof Swerios Malki Murad, Syrisch-Orthodoxes Patriarchat

+ Erzbischof Aba Embakob, Äthiopisch-Orthodoxes Patriarchat

+ Erzbischof Joseph-Jules Jerey, Griechisch-Melkitisch-katholisches Patriarchat

+ Erzbischof Mosa El-Hage, Maronitischer Patriarchalexarchat

+ Erzbischof Suheil Dawani, Episkopalkirche von Jerusalem und dem Mittleren Osten

+ Bischof Munib Jounan, Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land

+ Bischof Pierre Malki, Syrisch-Katholischer Patriarchalexarchat

+ Msgr. Georges Dankaye, Armenisch-Katholischer Patriarchalexarchat

(Ostern 2016)