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Gepostet on 22 Mrz 2016 in Dialog, Slide, Versammlung der katholischen Ordinarien

Kommuniqué der Vereinigung der Katholischen Orden, Amman, 16. März 2016

Kommuniqué der Vereinigung der Katholischen Orden, Amman, 16. März 2016

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Kommuniqué

Die Vereinigung der Katholischen Orden im Heiligen Land (ACOHL) hielt ihre halbjährliche Plenarsitzung am 15. und 16. März 2016 in Amman (Dabouq) Jordanien ab unter Teilnahme der ACOHL Mitglieder (Jordanien, Palästina, Israel und Zypern) und der Apostolischen Nuntien in Jerusalem und Amman.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Patriarch Fouad Twal mit Wertschätzung an den dritten Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus. Er drückte tiefe Dankbarkeit aus für die extensiven Bemühungen und das Bekenntnis des Heiligen Vaters zu der universalen Kirche und zur ganzen Menschheit. Er bat auch um das Gebet für den Erfolg der Pan-Orthodoxen Synode, die bald in Kreta abgehalten werden wird. Er dankte dem Kustos des Heiligen Landes, Rev. Pater Pierbattista Pizzaballa OFM, dessen Mandat im April endet, für seine Loyalität und sein Engagement für die Vereinigung während der letzten 12 Jahre.

Das Programm des 2-tägigen Treffens war voll, weil einige Angelegenheiten angesprochen wurden. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen:

  1. Erzbischof Alberto Ortega, Apostolischer Nuntius in Amman, sprach von den guten Beziehungen, die zwischen dem Heiligen Stuhl und den staatlichen Behörden bestehen. Bischof Maroun Lahham gab einen Überblick über die politische und soziale Situation in Jordanien, die stark beeinflusst ist durch die Anwesenheit von syrischen und irakischen Flüchtlingen. Er stellte fest, dass Jordanien ein friedliches Land geblieben ist inmitten der Flammen des Mittleren Ostens, und dass die christliche Gemeinde respektiert wird und Religionsfreiheit genießt.
  2. Der Nuntius und Apostolische Delegat in Jerusalem, Erzbischof Guiseppe Lazzarotto präsentierte das abschließende Dokument des bilateralen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und Palästina. Er forderte die Teilnehmer der Vereinigung auf, das Dokument, das in Englisch und Arabisch zur Verfügung steht, zu lesen und bekannt zu machen. Dieses Abkommen, das bereits in Kraft ist, gibt der Kirche die Freiheit, ihre pastorale Arbeit in harmonischer Beziehung mit der palästinensischen Regierung auszuüben. Dieses Abkommen, sagte er, sei ein Modell, das in arabischen Ländern kopiert werden könnte. Auf der anderen Seite erwarte er die baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen für ein bilaterales Abkommen mit Israel.
  3. Bischof Marcuzzo sprach vom Erfolg des Welttags der Kranken, der im Februar in Nazareth abgehalten wurde. Liturgische Feiern, kulturelle Aktivitäten und verschiedene Besuche in Krankenhäusern und Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge trugen dazu bei, die Würde des Patienten, die Wohltätigkeit des Gesundheitspersonals, die Förderung eines systematischen Prozesses und Richtlinien für die pastorale Betreuung Kranker in der Diözese zu stärken.
  4. Bischof William Shomali präsentierte einen Bericht für den Weltjugendtag (WYD), der im Juli in Krakau abgehalten wird. Über 700 Jugendliche aus Jordanien, Palästina, Israel und Zypern werden teilnehmen. Die spirituelle Vorbereitung dieser jungen Menschen hat bereits begonnen.
  5. Auch die Pilgerreisen ins Heilige Land wurden diskutiert. Die Mitglieder stellten fest, dass Pilgerreisen offensichtlich zurückgehen, aber der Wechsel in Herkunft und Stil weitergeht. Trotz der bestehenden Welle der Gewalt sind die Pilgerrouten sicher. Die gute Arbeit der örtlichen Führer wird sehr geschätzt, trotzdem besteht die Notwendigkeit für ständige Weiterbildung zur Verbesserung der Angebote. Auch die Arbeit der spirituellen Betreuer von Gruppen sei wichtig. Trotzdem sollte die „Grüne Karte“, die Vermittlern ausgestellt wird, nicht die örtlichen Führer ihres Lebensunterhaltes berauben.
  6. Die Situation der christlichen Schulen, die besonders in Israel alarmierend ist, war Thema einer ausführlichen und ernsten Besprechung. Die Unterstützung von Pater Rashid Mistrih und P. Abdelmassih Fahim, Direktoren der Schulsekretariate in Jordanien und Israel, bei den Beratungen resultierte in der Einführung von Grundsätzen, die die Identität der christlichen Schulen schützen.

Am Ende des Treffens besuchten die Mitglieder der Vereinigung das „Restaurant der Barmherzigkeit“, das von der Caritas Jordanien in Amman aus Anlass des Jubiläums der Barmherzigkeit eingerichtet wurde, und aßen gemeinsam mit 50 Armen zu Mittag. Das Restaurant für die Armen gibt pro Tag an 500 Personen ein freies Essen aus. Die Bischöfe trafen auch eine Anzahl von Flüchtlingen, die ihre Wertschätzung für diese Caritas Initiative des „Restaurants der Barmherzigkeit“ ausdrückten und für die großartige Arbeit, die für die vielen vertriebenen Menschen geleistet wird.

Das Treffen der Vereinigung schloss mit der Teilnahme der Mitglieder am Vespergebet in der Griechisch-Melkitischen Kathedrale in Amman.

Amman, 16. März 2016

S.S. Fouad Twal
Lateinischer Patriarch von Jerusalem – Präsident

S.E. George Bacouni
Griechisch-Melkitischer Erzbischof von Akko – Vizepräsident

S.S. Michel Sabbah
Emeritierter Lateinischer Patriarch

S.E. Moussa El-Hage
Maronitischer Erzbischof von Haifa, Maronitischer Exarch von Jerusalem, Palästina und Jordanien

S.E. Yousef Soueif
Maronitischer Erzbischof von Zypern

S.E. Elie Haddad
Griechisch-Melkitischer Erzbischof Administrator von Petra

S.E. Boutros Mouallem
Emer. Griechisch-Melkitischer Erzbischof von Akko

S.E. Elias Chacour
Emer. Griechisch-Melkitischer Erzbischof von Akko

S.E. Yaser Al-Ayyash
Emer. Griechisch-Melkitischer Erzbischof von Petra

S.E. Joseph Jules Zerey
Griechisch-Melkitischer Patriarchalvikar in Jerusalem

S.E. Gregoire Pierre Melki
Syrisch-Katholischer Patriarchal Exarch von Jerusalem

S.E. Krikor-Okosdinos Coussa
Armenisch-Katholischer Exarch von Jerusalem

S.E. Maroun Lahham
Lateinischer Patriarchalvikar für Jordanien

S.E. Giacinto Boulos Marcuzzo
Lateinischer Patriarchalvikar für Israel

S.E. William Shomali
Lateinischer Patriarchalvikar für Jerusalem und Palästina

S.E. Kamal Batish
Emer. Lateinischer Patriarchalvikar

S.E. Selim Sayegh
Emer. Lateinischer Patriarchalvikar

Hw. H. Pater Pierbattista Pizzaballa, ofm
Kustos für das Heilige Land

Hw. H. Pater David Neuhaus, sj
Patriarchalvikar für die Hebräisch sprechenden Katholiken in Israel

Hw. H. Pater Jerzy Kraj, ofm
Patriarchalvikar für Zypern

Hw. H. Pater Pietro Felet, scj
Generalsekretär

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