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Gepostet on 16 Mrz 2016 in Politik und Gesellschaft, Regionalnachrichten, Slide

Die Kirche von Jerusalem betet für die vier Schwestern, die im Jemen den Märtyrertod starben

Die Kirche von Jerusalem betet für die vier Schwestern, die im Jemen den Märtyrertod starben

 

JERUSALEM – Am Freitag, den 11. März 2016 zelebrierte Seine Seligkeit Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, eine Messe für die vier Schwestern, die am 4. März im Jemen getötet wurden. Am Morgen desselben Tages empfing er Sr. Prema, Superiorin der Kongregation, im lateinischen Patriarchat.

Am Freitag, den 4. März 2016 wurden vier Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe – Schwester Anselme, Judith, Marguerite und Reginette – im Jemen von einer bewaffneten Gruppe getötet, die gewaltsam den Weg ins Altersheim, das von der religiösen Gemeinschaft geführt wird, erzwang. 12 weitere Insassen wurden getötet. Unter den 16 Opfern waren fünf Christen.

Patriarch Fouad Twal und Bischof Shomali empfingen am Freitagmorgen die Superiorin der Kongregation, Sr. Mary Prema. Seine Seligkeit dankte der Gemeinschaft für ihr Engagement im Heiligen Land und für ihre Standhaftigkeit, besonders in ihrer Mission in Gaza. Die Kongregation hat allein acht Gemeinschaften im Patriarchat: vier in Jordanien und vier in Israel und Palästina – Jerusalem, Bethlehem, Nablus und Gaza. Sie sprachen miteinander über das tragische Massaker an diesen vier Schwestern, eine von Ihnen, Sr. Anselme, hat in der Diözese in Jordanien gedient.

Die Messe für die Opfer wurde in der Salvatorkirche in der Altstadt von Jerusalem gefeiert, anwesend waren die Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe, Erzbischof Guiseppe Lazzarotto, Apostolischer Nuntius, P. Pierbattista Pizzaballa, Kustos des Heiligen Landes, Bischof Giacinto Boulos Marcuzzo, Patriarchalvikar für Israel, Bischof Salim Sayegh, emeritierter Patriarchalvikar für Jordanien und Vertreter der Ortskirche.

In seiner Predigt pries der Patriarch den Mut dieser Schwestern, deren Märtyrertum „das größte Zeugnis ihrer Liebe zu Christus ist. Sie haben alles geopfert, um Jesus zu folgen und in dem gefährdetsten Regionen des Mittleren Ostens zu dienen“. Obwohl sich die Kämpfe im Jemen während der letzten Monate intensiviert hatten, hat sich die Gemeinschaft geweigert, das Land zu verlassen, um bei ihrer Gemeinde zu bleiben. Der Patriarch dankte der Gemeinschaft für ihr Apostolat und ihre Hingabe, „obwohl wir den Verlust ihrer wertvollen Leben betrauern, sind wir getröstet durch die Hoffnung, dass ihr Blut den Menschen Früchte des Friedens bringe, denen sie dienten, im Mittleren Osten und im Heiligen Land. Der Ordensfamilie der Missionarinnen der Nächstenliebe, die sowohl kontemplativ als auch aktiv sind, entbieten wir nicht nur unser Beileid, sondern wir möchten unsere tiefe Dankbarkeit für ihre bedingungslose Liebe zu Unserem Herrn ausdrücken und für alles, was sie tun, um der Kirche, den Leidenden und den Ärmsten der Armen zu dienen. Möge der Herr unsere Märtyrerschwestern segnen und ihnen ewiges Glück in Seiner Gegenwart im Himmlischen Jerusalem gewähren“. Der Patriarch beendete seine Predigt, indem er die Gläubigen aufforderte, auch für Pater Uzhunnalil zu beten, den Salesianer-Priester, der beim Angriff auf das Altersheim gekidnappt wurde.

Auch in Amman, Jordanien, wurde ein Messe von Bischof Maroun Lahham zelebriert, in der ein Kondolenzschreiben von Papst Franziskus verlesen wurde, in dem er wünscht, dass „dieses sinnlose Schlachten das Bewusstsein weckt, zu einer Änderung des Herzens führt und alle Parteien dazu inspiriert, die Waffen niederzulegen und den Weg des Dialogs einzuschlagen“.

Thomas Charriere mit Telepace

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