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Gepostet on 19 Feb 2016 in Politik und Gesellschaft, Regionalnachrichten, Slide

Bischof Shomali in Deutschland: „Es wird erwartet, dass syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren“

Bischof Shomali in Deutschland: „Es wird erwartet, dass syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren“

 

Deutschland – Als Gast aus Anlass des 13.Todestages von Pater Werenfried van Straaten, dem Gründer von Kirche in Not, sprach William Shomali über die gegenwärtige Herausforderung im Mittleren Osten, besonders in Syrien.

Dieses Jahr fand das von Deutschland organisierte jährliche Treffen am Samstag, den 13. Februar statt, dem Jahrestag des Todes von Schwester Lucia dos Santos, einer Zeugin der Erscheinung unserer Lieben Frau von Fatima, und dem Gründer von Hilfe für die Kirche in Not, Pater Werenfried. Ein doppelter Gedenktag, besonders, weil Pater Werenfried bei einigen Gelegenheiten seine Arbeit Unserer Lieben Frau von Fatima gewidmet hatte. Hilfe für die Kirche in Not ist eine internationale katholische Gründung mit päpstlichem Recht, die in 145 Ländern tätig ist, inklusive dem Heiligen Land, und hilft Christen in Schwierigkeiten, Bedrohung, Verfolgung, Flüchtlingen und Bedürftigen.

Der Tag wurde von Karin Maria Fenbert, Direktorin der Gründung in Deutschland seit August 2014, organisiert und begann mit einer Messe im Kölner Dom, die Bischof Philip Naameh Ghana zelebrierte.

Am Nachmittag wurden zwei Diskussionen am runden Tisch in einem Versammlungsraum nahe der Erzdiözese Köln abgehalten. Das erste besprochene Thema war „ der Islam in Afrika und im Mittleren Osten“. Die Diskussionsrunde bestand aus Bischof Philip Naameh Ghana, Bischof Monfort Stima Malawi und Bischof William Shomali, Patriarchalvikar für Jerusalem und Palästina, und wurde von Bischof Naameh moderiert.

In seiner Rede sprach Bischof Shomali über die syrische Tragödie und den islamischen Fundamentalismus. Auf die Frage nach der Möglichkeit einer Änderung im Islam betonte der Bischof, dass so ein Wechsel „von innerhalb des Islam kommen“ könnte. Er erinnerte an die Initiativen von Präsident al-Sisi in Ägypten und seine Rede an der Universität von Al-Azhar in Kairo zu einer Erneuerung des islamischen religiösen Diskurses, jede Bewegung in Richtung Fanatismus zu eliminieren. Bischof Shomali zitierte auch einen offenen Brief an die moslemische Welt vom französischen moslemischen Philosophen Abdenour Bidar. Der Brief lädt den Islam, der sich in einer tiefen Krise befindet und mit der Herausforderung der gegenwärtigen Probleme konfrontiert ist, ein zu einem aufrichtigen Dialog mit den westlichen Gesellschaften. Gemäß Abdenour Bidar muss der Islam den Platz in der Gesellschaft einer Religion, die den totalitären Jihadismus möchte, in Frage stellen.

Bischof Shomali sprach auch zum Thema einer Lösung des syrischen Konflikts und stellte fest, „es ist wichtig, mit Assad, einem demokratisch gewählten Präsidenten, zusammen zu arbeiten, um den sogenannten Islamischen Staat auszurotten. Danach muss sofort ein Waffenstillstand ausgerufen werden. Dann sollte der Wiederaufbau in Syrien erfolgen und die Rückkehr von Millionen von syrischen Flüchtlingen.“ Alles würde gekrönt von „freien Wahlen“, meint der Bischof aus Jerusalem.

Während der zweiten Podiumsdiskussion lud der emeritierte Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, die Teilnehmer ein, die Erscheinungen von Fatima und ihre Beziehung zum Fall der Berliner Mauer zu diskutieren.

Myriam Ambroselli

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