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Gepostet on 5 Feb 2016 in Aktuelles der religiösen Gemeinschaften, Patriarch, Slide

Ein Gottesdienst in Gethsemane beschließt das Jahr des geweihten Lebens

Ein Gottesdienst in Gethsemane beschließt das Jahr des geweihten Lebens

 

Jerusalem – Am 2. Februar zelebrierte Seine Seligkeit Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, in der Kirche der Nationen in Gethsemane eine heilige Messe für Ordensangehörige im Heiligen Land, um das Jahr des Geweihten Lebens zu beschließen.

Am 2. Februar ist das Fest der Darstellung von Jesus im Tempel, und es ist auch der Welttag des Geweihten Lebens, der vom Hl. Johannes Paul II mit einem dreifachen Zweck eingeführt wurde.

„An erster Stelle ist er eine Antwort auf die Notwendigkeit, den Herrn feierlicher zu loben und ihm für das Geschenk des geweihten Lebens zu danken, das die christliche Gemeinde bereichert und erfreut durch die Vielfältigkeit ihrer Charismen und durch die erbaulichen Früchte so vieler Leben, die sich ganz der Sache des Königreichs hingeben…. Geweihtes Leben ist noch vor dem Gelübde von Männern und Frauen ein Geschenk, das von einer Initiative des Vaters kommt…der oder die Berufene, der vom Heiligen Geist gedrängt ist, sich in die Fußstapfen Christi zu stellen, in einer besonderen Weise Ihm nachzufolgen… Was würde aus der Welt, gäbe es keine Ordensleute? Das ist die Frage, die uns dazu bringt, dem Herrn ohne Ende zu danken, der durch dieses einzigartige Geschenk des Heiligen Geistes die Kirche immer wieder belebt und stützt auf ihrer herausfordernden Reise durch die Welt.“ [1]

Zweitens „soll dieser Tag das Wissen über und die Wertschätzung für das Geweihte Leben durch alle Gläubigen fördern… Durch die Kontemplation über das Geschenk des Geweihten Lebens meditiert die Kirche über ihren eigenen innersten Ruf, nur zu ihrem Gott zu gehören.“ [1]

„Der dritte Grund betrifft die geweihten Personen direkt. Sie sind eingeladen, gemeinsam feierlich die Wunder zu feiern, die der Herr an ihnen vollbracht hat, durch einen erleuchteteren Glauben die Strahlen der göttlichen Schönheit zu entdecken, die der Heilige Geist in ihr Leben bringt, und ein lebendigeres Bewusstsein ihrer unersetzbaren Mission in der Kirche und in der Welt zu erwerben.“[1]

Dieser Tag bezeichnet auch das Ende des Jahres der Geweihten Leben, das 2014 begann. Beim Abschlussereignis in Rom erinnerte Papst Franziskus an den missionarischen Geist, der die Ordensleute animieren soll: „Alle Formen geweihten Lebens, jedes nach seinen Merkmalen, sind gerufen, in einem ständigen Zustand der Mission zu sein, indem sie die Freuden und Hoffnungen, das Leid und die Ängste der Menschen heute teilen.“

In Jerusalem zelebrierte Patriarch Fouad Twal die Messe für die Ordensleute in der Basilika der Nationen am Fuß des Ölbergs. Die Feier begann im Garten Gethsemane, wo der Patriarch die Gläubigen begrüßte, es wurden Kerzen entzündet und die Prozession zog durch die heilige Pforte, die für das Jahr der Barmherzigkeit geöffnet wurde, in die Kirche. Das Evangelium wurde von Rev. Pater Pierbattista Pizzaballa, dem Kustos des Heiligen Landes, verkündet.

In seiner Predigt betonte der Patriarch die Beziehung zwischen geweihtem Leben und Barmherzigkeit. „Das Jahr der Geweihten Leben endet heute… es war ein großer Moment der Barmherzigkeit….es ist göttliche Fügung, dass das Ende des Jahres der Geweihten Leben mit dem außerordentlichen Jubiläum der Barmherzigkeit zusammenfällt, beinahe eine logische Folge. Barmherzigkeit steht wirklich im Herzen der Berufung von Männern und Frauen, die danach streben, Christus zu folgen.“

Er sagte, dass die Berufung zu Geweihtem Leben in erster Linie Gnade ist, „die Kirche, jeder von uns ist Kirche, existiert nicht, um Menschen zu verurteilen, sondern um zu einer Begegnung mit der innigen Liebe von Gottes Barmherzigkeit zu gelangen….Ihre Arbeit, Ihr Apostolat….Ihre Anwesenheit selbst sollte auf Barmherzigkeit beruhen“.

Indem er das Buchinterview, „Gottes Name ist Barmherzigkeit“ von Papst Franziskus zitierte, entwickelte der Patriarch seine Gedanken zur Pflicht der Kirche, die Menschen fühlen zu lassen, dass es immer möglich ist, neu zu beginnen, dass Jesus immer in unserer Nähe ist, bereit, uns zu vergeben und uns mit seiner Hilfe wieder aufzurichten“.

Am 3. Februar feierte der Patriarch auch eine Messe für die Schwestern von Beit Gemal zum Ende des Jahres der Geweihten Leben.

Thomas Charriere

[1] Botschaft des Heiligen Vaters Johannes Paul II zum ersten Welttag der Geweihten Leben am 2. Februar 1997

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