Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 28 Jan 2016 in Dialog, Diözese, Interreligiöser Dialog, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Slide

Eine Gruppe Juden besucht Beit Gemal als Zeichen der Solidarität

Eine Gruppe Juden besucht Beit Gemal als Zeichen der Solidarität

 

BEIT GEMAL – Vergangenen Dezember zerstörten bisher noch nicht identifizierte Vandalen einige Gräber am Friedhof in Beit Gemal.

Am 22. Jänner 2016 kam eine Gruppe von Juden, um ihre Trauer und Solidarität wegen des Vandalismus auszudrücken.

Nach der Begrüßung der Gäste durch die Salesianer besuchte die Gruppe den Friedhof, der noch immer hergerichtet wird. Dann pflanzten sie einen Olivenbaum am Eingang zum Haus der Salesianer und gingen weiter zum St. Stefansheiligtum, wo Beni Salzmann und ein Salesianerpater über die Geschichte des Ortes sprachen.

Ein bemerkenswerter Moment dieses Treffens war es, als ein Gast den Besuch von Papst Franziskus in der Synagoge in Rom am 17.Jänner erwähnte. Genau an diesem Tag und während der Papst eine Ansprache an die Juden hielt, die er als seine älteren Brüder und Schwestern sieht, schrieb eine Gruppe von Menschen wieder anti-christliche Slogans an die Mauern der Dormitio-Abtei in Jerusalem.

Der Papst sprach auch darüber, wie sich die Beziehungen zwischen Christen und Juden in den vergangenen 50 Jahren verbessert haben. Er erwähnte das Dokument, das unlängst vom Heiligen Stuhl publiziert wurde, in dem er die Katholiken bittet, nicht zu versuchen, die Juden zu bekehren und sich zu erinnern, dass sie durch die Religion ihrer Väter erlöst werden.

Die Gruppe, die diese Initiative der Solidarität begonnen hat, gehört zu einer Organisation, die 2011 gegründet wurde und die gegen jede Form des Rassismus in Israel kämpft, gemeinsam mit anderen Organisationen, die das gleiche Ziel verfolgen.

Der Name dieser Gruppe ist TAG MEIR, was „leichtes Anhängsel“ heißt, eine Organisation im Gegensatz zu den ultra-nationalistischen jüdischen Siedlern, die als TAG MEHIR – „price tag“ – bekannt sind. Diese Extremisten verwenden den Begriff „price tag“, wenn sie heilige Stätten der Moslems oder Christen verwüsten (Tabgha, Beit Gemal, Latroun, Dormitio etc.). Das Wort Mehir bezieht sich auf den Preis, den die israelische Regierung zahlen muss, weil sie nach Ansicht dieser Ultranationalen deren Ziele nicht unterstützt.

Lateinisches Patriarchat von Jerusalem