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Gepostet on 6 Nov 2015 in Dialog, Pressemitteilungen, Publikationen, Slide, Versammlung der katholischen Ordinarien

Statement der Versammlung der Katholischen Orden im Heiligen Land

Statement der Versammlung der Katholischen Orden im Heiligen Land

 

PRESSEAUSSENDUNG – Führer der katholischen Kirchen im Heiligen Land trafen sich am 3. und 4. November 2015 im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem. Nachstehend folgt das offizielle Statement, das zum Ende ihres Treffens veröffentlicht wurde.

Die Versammlung der Katholischen Orden im Heiligen Land hielt ihr halbjährliches Treffen am 3. und 4. November 2015 im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem ab. Eine Reihe von Themen wurde diskutiert.

  1. Das Jahr der Gnade, das am kommenden 8. Dezember beginnt, wird eine Gelegenheit zur spirituellen Erneuerung der Gläubigen sein. Die Agenda der Feierlichkeiten wurde festgelegt. Einige heilige Pforten werden in verschiedenen Ländern geöffnet (Jordanien, Palästina, Israel und Zypern). Aber die Priorität wird darin bestehen, dass durch das Sakrament der Versöhnung und die gegenseitige Vergebung die Herzen unserer Gläubigen für die Gnade Gottes geöffnet werden. Einige Aktivitäten werden gesetzt, um die besten Früchte zu ernten.

Am 11. Februar 2016 wird der Internationale Tag der Kranken in Nazareth gefeiert. Im Brennpunkt dieses Tages steht das Sakrament der Krankensalbung, das einer großen Zahl von Kranken aus Europa und aus unserer Ortskirche in Anwesenheit eines Päpstlichen Legats gespendet werden wird. Das wird ein zusätzlicher Moment der Gnade sein.

  1. Die Versammlung kam auf die Synode zurück, die im Oktober im Rom „über die Rolle und Mission der Familie in der gegenwärtigen Welt“ abgehalten wurde. Die Betonung liegt, wie auch in Synodenversammlung, auf der Notwendigkeit und Dringlichkeit, die Vorbereitung junger Paare auf die Hochzeit zu stärken, eine aufrichtige Reflexion über Bedeutung, Schönheit und Berufung einer religiösen Hochzeit abzuhalten. Paare, die sich in einer Krise befinden, brauchen mehr denn je Begleitung und Unterstützung.
  2. Die Vereinigung möchte Papst Franziskus danken für die Veröffentlichung von zwei „Motu Proprio“ vergangenen September, die sich mit der Schlichtung und Vereinfachung gerichtlicher Prozesse der Ehe-Annullierung befassen und sie leichter zugänglich, rascher und kostengünstiger für die Gläubigen machen. Wir hoffen, mehr zu dieser Aufgabe zu erfahren, die dann den Diözesanbischöfen obliegt.
  3. Dank der Vorträge von zwei Experten befasste sich die Versammlung mit dem sensiblen Thema der Bioethik. Es wurde beschlossen, vier Pastorale Gesundheits-Komitees in den vier Regionen des Heiligen Landes einzurichten.

Wir ermutigen auch zur Organspende als einer „starken Form der Nächstenliebe“ (Benedikt XVI) zum Heil der menschlichen Familie.

  1. Wir begrüßen und bestärken die hochgeschätzte Arbeit der Caritas Jerusalem für bedürftige Menschen, besonders auf den Gebieten des Lernens, der Gesundheit und Entwicklung. Einige Aktivitäten wurden auch im Gaza-Streifen gesetzt in der Folge des zerstörerischen Krieges letzten Sommer. Die Bischöfe schlagen vor, in jeder Pfarre ein örtliches Komitee einzusetzen, das sich um arme Familien kümmert und so die nationale Caritas unterstützt.
  2. Trotz der letzten Welle der Gewalt haben wir mit Erleichterung festgestellt, dass im September und Oktober Pilger in großer Zahl ins Heilige Land kamen. Wir erneuern den Aufruf, den wir schon oft gemacht haben an alle, die entlang der Spuren Christi wandern wollen: Habt keine Angst! Die Menschen in diesem Land brauchen euer Zeugnis. Und um dieses Jahr der Gnade besserleben zu können, empfehlen wir, dass die Feier des Bußsakraments in das Pilgerprogramm aufgenommen wird. Unser Pilgerreisen-Komitee wird daran arbeiten, dass dieses Sakrament in verschiedenen heiligen Stätten leichter zugänglich wird.

Abschließend bitten wir unsere Gläubigen dringend, sich nicht entmutigt zu fühlen, sich nicht dem Pessimismus zu ergeben, sondern stark an ihrem Glauben festzuhalten, dienende Arbeiter für den Frieden zu sein, Zeugen der Gnade Gottes, fröhliche Zeugen für Christus, unseren Frieden.