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Gepostet on 19 Jun 2015 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Pressemitteilungen, Slide, Versammlung der katholischen Ordinarien

Brandstiftung in Tabgha: Presseerklärung der Vereinigung der Katholischen Orden

Brandstiftung in Tabgha: Presseerklärung der Vereinigung der Katholischen Orden

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Presseerklärung

Verurteilung des Brandanschlags auf die Kirche in Tabgha

Am Morgen des 18. Juni, während man den Bericht des Israelischen Rundfunks über das Feuer in der Brotvermehrungskirche in Tabgha hörte, waren die Christen des Heiligen Landes , Bischöfe und Gläubige, zu tiefst schockiert über die Nachricht, dass dies ein absichtlicher Akt war während der Nacht, und dass ein Mönch und ein deutscher Volontär mit Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht wurden.

Es ist dies ein weiterer Akt der Gewalt, verbrochen durch intolerante und skrupulöse Individuen, der das Image des Heiligen Landes zerstört, die Christen in diesem Land und die gesamte Kirche beleidigt, und die Vorstellung von einem Staat stört, der sich selbst demokratisch, tolerant und sicher bezeichnet.

Wir teilen die Pein der Benediktinermönche, Wächter des Heiligtums, und verleihen unserer Solidarität Ausdruck.

Zum dritten Mal wurde eine Benediktinergemeinschaft im Heiligen Land von ähnlichen kriminellen Angriffen getroffen. Am 27. April 2014 entweihten am gleichen Ort in Tabgha junge jüdische Extremisten Kreuze und den Altar. In der Dormitio-Abtei der Benediktiner am Berg Zion nahe dem Abendmahlsaal wurde am 26. Mai 2014, kurz nach der Abreise von Papst Franziskus, ein Feuer gelegt. Die Benediktiner am Berg Zion sind auch ständig mit Akten von Verachtung und Gewalt konfrontiert.

Solche kriminellen Handlungen untergraben ernsthaft die Koexistenz religiöser Gemeinden im Land. Juden, Christen und Moslems müssen gemeinsam gegen solche Manifestationen von Gewalt und Extremismus kämpfen. Die Erziehung junger Menschen in religiösen Schulen muss Wert legen auf Toleranz und Koexistenz.

In den vergangenen Monaten wurden Angriffe gegen christliche Orte oder Moscheen geführt und es folgten keine Untersuchungen. In Anbetracht der Ernsthaftigkeit der Vorfälle fordern wir sofortige Untersuchung und die Verbrecher dieser Akte von Vandalismus müssen vor Gericht gebracht werden.

Wir danken den politischen und religiösen Führern, die diesen Akt verurteilt und uns ihre Solidarität ausgedrückt haben.

Unsere Gesellschaft braucht unser Zeugnis des Respekts vor der Würde jedes Mannes und jeder Frau, Respekt vor ihrem Glauben, die Sicherstellung der Unverletzlichkeit aller heiligen Stätten und den freien Zugang für Gläubige.

Die Katholischen Bischöfe des Heiligen Landes

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