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Gepostet on 4 Apr 2015 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Pressemitteilungen, Publikationen, Slide

Der Fall Cremisan: der israelische oberste Gerichtshof blockiert die Mauerverlängerung

Der Fall Cremisan: der israelische oberste Gerichtshof blockiert die Mauerverlängerung

Communiqué – Am Donnerstag, den 2. April 2015, nach neun Jahren eines legalen Kampfes, veröffentlichte der israelische Oberste Gerichtshof sein endgültiges Urteil zum Cremisan Tal, das seit 2006 vom Bauprojekt der Trennungsmauer bedroht war. Das Lateinische Patriarchat begrüßt das Urteil, das zugunsten der Christen in dieser Region ausgefallen ist.

Die Entscheidung zugunsten dieses Projektes hätte zur Enteignung von 58 christlichen Familien in Beit Jala geführt und zur Trennung von zwei Salesianerkonventen.

Der Oberste Gerichtshof akzeptierte letztendlich eine Petition gegen die Errichtung der Mauer, und daher wird die israelische Armee solch ein Projekt aufgeben, das das Gericht für „schädlich für die örtliche Bevölkerung und die Klöster im Tal“ hält, und merkt an, dass „die vom israelischen Verteidigungsministerium geplante Route nicht die einzige Alternative darstellt, die die Sicherheit herstellen und den geringstmöglichen Schaden verursachen könnte, wie vom israelischen Verwaltungsgesetz gefordert“. (Bericht der Gesellschaft von St. Yves).

Die abschließende Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass die Mauer nicht wie von der israelischen Armee vorgesehen gebaut wird. Ein Sieg und Trost für alle, die sich seit 2006 in einem komplexeren Rechtsstreit engagiert haben.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, besuchte Cremisan am 3.April.2015 nachmittags zu einer Pressekonferenz in Anwesenheit der drei Bürgermeister – Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahour – und einiger religiöser und politischer Persönlichkeiten.

Seine Seligkeit bedankte sich bei allen jenen, die sich vor Ort und international über die Jahre für die christliche Gemeinde im Heiligen Land engagiert haben, inklusive der Pfarre von Beit Jala, der St Yves Gesellschaft, dem Staatssekretariat, der Bischofskonferenzen der Vereinigten Staaten und Europas, den Konsuln von Jerusalem, den Salesianern, den beteiligten Rechtsanwälten und den drei Bürgermeistern der Gegend, die vor einem Monat den Hl Vater besuchten und ihm diesen Fall vortrugen.

Mit der riesigen Zahl der in diesem Fall Engagierten könnte die Stimme der Familien von Cremisan auf der internationalen Bühne gehört werden. Auch von israelischer Seite erhielt dieser Fall bedeutende Unterstützung, vor allem von Rechtsanwälten, ehemaligen Soldaten und Rabbis. Seine Seligkeit begrüßte „einen Sieg für die Israelische Gerechtigkeit selbst, weil sie den Mut zu so einer Entscheidung hatte.“

Er erinnerte auch an „die Wirksamkeit des Gebets“ und daran, dass der frühere Pfarrer  von Beit Jala jeden Freitag auf dem Platz eine Messe zelebrierte, bei der dutzende Pfarrangehörige und Menschen aus der Region anwesend waren.

Der Patriarch schloss am Gründonnerstag, dem ersten Tag des Ostertriduums, mit der Bemerkung, dass diese Nachricht „ein freudiges Zeichen der Auferstehung“ für die Christen im Heiligen Land sei.