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Gepostet on 15 Dez 2014 in Dialog, Interreligiöser Dialog

Siebtes Treffen des Israelischen Rates der Religionsführer

Siebtes Treffen des Israelischen Rates der Religionsführer

P1040158-150x150NABI SHWEIB: Am 10. Dezember 2014 hielt der Israelische Rat der Religionsführer am wichtigen Drusen-Denkmal Nabi Shweib (Hörner von Hittin, an der Straße nach Tiberias), auf Einladung der Abteilung für religiöse Angelegenheiten des Innenministeriums, sein siebtes Jahrestreffen.

Das vorgeschlagene Thema war ein Vers des 13. Hadith Nabawi (prophetische Tradition): “Niemand von euch ist ein wahrer Gläubiger, solange er für seine Mitmenschen nicht das wünscht, was er für sich selber wünscht”. Es ist die muslimische Version der in fast allen Religionen bekannten, berühmten “Goldenen Regeln”, die auch im Evangelium zum Ausdruck kommt: ” Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.”(Mt 7,12 und 22,39)

Anwesend waren etwa 170 Teilnehmer. Unter ihnen alle wichtigen Vertreter der Drusen, an ihrer Spitze der Chef des drusischen Hohen Rates, Scheich Mwaffaq Tarif, die beiden Oberrabbiner, David Lau und Itzhak Yossef, Rabbi David Rosen des AJC, Herr Oded Wiener mit anderen zuständigen Vertretern des Rabbiner-Sekretariats, Scheich Mohammad Kiwan und Samir Assi mit anderen beim Innenministerium gemeldeten muslimischen Scheichs, der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, K.K. Theophilos, sowie einige Bischöfe und Priester der katholischen und der orthodoxen Kirche.

Auf katholischer Seite waren Bischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, Lateinischer Vikar für Israel, Erzbischof Jules Zerey, Melkite Vikar von Jerusalem, S.E. George Bakouni, Melkite Erzbischof von Akko, P. Pierbattista Pizzaballa, Kustos des Heiligen Landes, sowie einige lokale Gemeindepriester.

Das Treffen behandelte die Notwendigkeit, mit Druck auf die Spannungen und Fragen der religiösen Beziehungen (Bedrohungsbriefe, Vandalismus gegen Anbetungsorte, Graffitis, Aufruhr in Jerusalem, das radikalisierte politische Leben im Allgemeinen, etc.) in Israel zu reagieren. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Tragödie der interreligiösen Beziehungen im Nahen Osten.

Weihbischof Marcuzzo forderte die Teilnehmer auf, “auf Franziskus [zu hören], der vor kurzem in Istanbul forderte, dass im Hinblick auf die Gräueltaten gegen Minderheiten in einigen Ländern, ein universeller Chor von Stimmen sich Gehör verschaffe; und dass man zurück zum Geiste Papst Benedikts Botschaft vor dem Konzil in Nazareth am 14. Mai 2009, und seiner anderen Nachricht vor dem gleichen Rat am 10. November 2011 in Rom, kehre”

Text : Unser Korrespondent  in Galilea

Fotos : A.K.

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