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Gepostet on 8 Dez 2014 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Pressemitteilungen

ACOHL zum Cremisan-Fall: „ Die beste Zeit zu handeln ist jetzt, bevor es zu spät ist.“

ACOHL zum Cremisan-Fall: „ Die beste Zeit zu handeln ist jetzt, bevor es zu spät ist.“

Cremisan-Aocts-300x225PRESSEMITTEILUNG – Im Anhang findet sich das Statement der Katholischen Ordinarien über die neuesten Entwicklungen im Cremisan-Fall, dessen letztes Urteil „jede Minute“ erwartet wird. Die Versammlung betont, dass „die Mauer von Israel beabsichtigt ist, nicht um Sicherheit für die Grenzen aus der Zeit vor dem Juni 1967 zu erreichen, sondern um die Siedlungen, die illegal auf früher konfisziertem Land in den frühen 70er Jahren errichtet wurden, zu schützen und dann zu erweitern. Die Bischöfe drückten auch ihre Sorge über den schwerwiegenden Schaden aus, den die Mauer für die Gemeinde, meist Christen, der Beit Jala Stadtbehörde bedeutet und bitten die internationale Gemeinschaft um Hilfe.

Pressemitteilung – zur sofortigen Veröffentlichung

5. Dezember 2014

ACOHL zu den neuesten Entwicklungen im Cremisan –Fall

„Die beste Zeit zu handeln ist jetzt, bevor es zu spät ist.“

Jerusalem – Die Versammlung der Katholischen Ordinarien des Heiligen Landes beobachtet mit Furcht die neuesten Entwicklungen im Tal von Cremisan, deren endgültiges Urteil jetzt jede Minute erwartet wird. Die letzte Anhörung am 30. November 2014 sollte Druck auf die Bewohner ausüben, um zwischen zwei  inakzeptablen Alternativen zu entscheiden, sowohl für die Gemeinde als auch für die Kongregation der Salesianer.

ACOHL steht rückhaltlos hinter dem Erreichen von Gerechtigkeit in Cremisan und gegen den Bau der Trennungsmauer, die gegen das internationale Recht verstößt. Eigentlich ist die Mauer von Israel geplant, nicht um Sicherheit für die Grenzen aus der Zeit vor dem Juni 1967 zu erreichen, sondern um die Siedlungen, die illegal auf früher konfisziertem Land in den frühen 70er Jahren errichtet wurden, zu schützen und den Siedlungen in Gilo und Har Gilo mehr Ausdehnungsmöglichkeit zu geben. Gleichzeitig nimmt die Mauer der christlichen Gemeinde von Beit Jala ihre Grundrechte und Freiheit.

ACOHL betont, dass das Konfiszieren von Land und die Erweiterung von Siedlungen dem Frieden in der Region nicht dient und warnt vor einer fortwährenden Emigration der Cremisan Gemeinde, zumeist Christen, als Resultat des Baus der Trennungsmauer. ACOHL hofft, dass der Israelische Oberste Gerichtshof den Verlauf der Mauer ändert und sie an die „Grüne Linie“ schiebt.

Schlussendlich ersucht ACOHL die internationale Gemeinschaft, sofort zu handeln, um die Integrität des Tals von Cremisan innerhalb der palästinensischen Seite zu schützen und betet dafür, dass all jene, die Macht und Autorität haben, aufwachen und die Werte von Gerechtigkeit und Frieden erkennen, die auf gegenseitigem Respekt und internationaler Rechtmäßigkeit beruhen.