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Gepostet on 18 Nov 2014 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Die selige Mariam Bawardy wird in ihrem Heimatdorf geehrt

Die selige Mariam Bawardy wird in ihrem Heimatdorf geehrt

Mariam-225x300IBILLIN – Am 13. November 2014 beging das Dorf Ibillin im unteren Galiläa den Festtag der seligen Maryam Bawardy, die besser unter ihrem karmelitischen Namen Schwester Maria des gekreuzigten Jesus bekannt ist.

Gemäß dem liturgischen Kalender fällt der Festtag auf den 26. August. In ihrem Heimatdorf bevorzugen die Gläubigen jedoch ein angemesseneres Datum, nämlich den Tag ihrer Seligsprechung. Tatsächlich hat am 13. November 1983 Papst Johannes Paul II in Gegenwart des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, J.J. Beltritti, des Griechisch-Katholischen Patriarchen Mgr. Hakim und vieler Karmeliterinnen und Gläubiger aus dem Heiligen Land das “junge arabische Mädchen” selig gesprochen.

Die Feier in der Kirche der Bergpredigt von Ibillin erfolgte zeitgleich mit der ersten Pastoralvisite des neuen Melkitischen Bischofs von Galiläa, Mgr George Bakouni. Als Hauptzelebrant feierte er die Messe gemeinsam mit Mgr Elias Shakkour, Mgr Giacinto-Boulos Marcuzzo, dem Gemeindepfarrer Fr Michel Tomeh, Fr Mudhar und Fr Francois Shamieh.

Nach der Messe folgte die traditionelle Prozession mit der Teilnahme vieler Gläubiger von der Pfarrkirche des Dorfes bis zur Stelle des Geburtshauses der Seligen aus Palästina. Vom Haus selbst steht nur noch ein historischer Bogen; der jetzige Eigentümer hat auf diesen noch eine Reihe ebensolcher Rundbögen im alten Stil aufgesetzt ohne jedoch Mauern zu errichten. Angeführt von einem großen Bild der seligen Maryam Bawardy, gefolgt von einer großen Menschenmenge und Kindern, die für den Anlass besonders gekleidet waren, wurde die lange Prozession durch den Gesang des lokalen Chors belebt und getragen.

Vor und nach der Prozession stellte sich jeder die Frage: wird sie heiliggesprochen werden? Wie verhält es sich mit dem Verfahren zur Feststellung eines Wunders? Die Bischöfe und Priester hatten nur eine Antwort: “Sicher wissen wir nur dass der Weg zum Wunder einen recht guten Punkt erreicht hat. Wird sie bald heiliggesprochen? Inshallah. Viel wichtiger für uns ist dass wir ihrem Vorbild der Heiligkeit folgen”!

Text: Unser Korrespondent in Galiläa

Photos: S..K.

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