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Gepostet on 16 Okt 2014 in Politik und Gesellschaft, Regionalnachrichten

Die Gewalt muss aufhören!

Die Gewalt muss aufhören!

Reunion-nonces-300x212ROM – Ein Gipfel über die Situation der Christen im Mittleren Osten und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, wurde von Papst Franziskus einberufen und vom 2. – 4. Oktober abgehalten, er vereinte die wichtigsten Oberhäupter der Kurien-Kongregationen und Apostolischen Nuntien im Libanon, Israel und Palästina, Irak, Jordanien, Syrien, Iran, Ägypten und Türkei. Sie alle wiederholten ihr Engagement, die Christen zu unterstützen und baten die internationale Gemeinschaft um Unterstützung.

Am 2. Oktober empfing der Papst persönlich die Bischöfe, die zu diesem Treffen höchster Bedeutung gerufen waren, in der Bibliothek des Vatikanischen Staatssekretariats. Er erinnerte daran, dass das Gebet die erste Unterstützung für Christen und andere religiöse Minderheiten ist, die unter den Bedrohungen des Islamischen Staats (IS) leiden.

In einer Pressekonferenz berichtete Pfarrer Lombardi, der Sprecher des Vatikans, dass der Hl. Vater „auf den Waffenhandel fokussiert ist, der an der Wurzel so vieler Probleme ist, und auf die humanitäre Tragödie, wo so viele Menschen gezwungen werden, ihr Land zu verlassen.“ Papst Franziskus möchte auch „Initiativen und Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen, um die Solidarität der gesamten Kirche mit den Christen im Mittleren Osten zu demonstrieren und die internationale Gemeinschaft und alle Menschen guten Willens zu involvieren.“

Unter denjenigen, mit denen die Nuntien sich beraten, sind Beamte des Staatssekretariats und die Oberhäupter der Dikasterien, die direkt in die Krise involviert sind. Die Themen der humanitären Assistenz und des interreligiösen Dialogs – vor allem zwischen Christen und Moslems – wurden angesprochen. „Nach der Überprüfung der dramatischen humanitären Situation und ihrer Auswirkungen, unter denen – unter anderen – die vielen intern vertriebenen Menschen und die Flüchtlinge in anderen Ländern leiden, unterstrichen sie die dringende Notwendigkeit, allen Menschen, ohne Diskriminierung, die dringend gebrauchte humanitäre Assistenz zu garantieren“, erklärt das Schlussstatement des Treffens. „Die Situation der Gewalt muss aufhören, denn wir riskieren, uns an sie zu gewöhnen und sie als selbstverständliches Thema der täglichen Nachrichten anzunehmen.“

Die Anwesenheit im Mittleren Osten beibehalten

Unter Beachtung auf das Erhalten der Koexistenz zwischen Christen und Moslems, die schon 14 Jahrhunderte dauert, erinnern die Teilnehmer am Treffen noch, dass „Religionsführer, sowohl Christen als auch Moslems, eine wichtige Rolle spielen sollen, indem sie zusammenarbeiten beim Fördern des Dialogs und der Erziehung zur Pflege des gegenseitigen Verständnisses, und bei der klaren Absage an die Instrumentalisierung der Religion zur Rechtfertigung von Gewalt.“

Das Statement setzt fort: „Man kann sich nicht mit der Vorstellung eines Mittleren Ostens ohne Christen abfinden, die sich 2000 Jahre lang zu dem Namen Jesu bekannt haben. Sie möchten weiterhin zum Wohl der Gesellschaft beitragen, als volle Staatsbürger, integriert in das soziale, kulturelle und religiöse Leben der Nation, zu der sie gehören. Damit spielen sie eine fundamentale Rolle der Friedensstiftung, der Versöhnung und der Entwicklung.“

Konkrete Schritte müssen dringend gesetzt werden. Die Kirche ist entschlossen zu handeln, ohne darauf zu warten, dass weitere Massaker verübt und miterlebt werden, gleichzeitig hofft sie auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Die Nuntien werden die Verantwortung dafür tragen, dass diese Mission verschiedenen Staaten nachdrücklich verkündet wird.

Pierre Loup de Raucourt