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Gepostet on 1 Okt 2014 in Barmherzigkeit, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft, Pressemitteilungen, Publikationen

Gaza-Notfall-Hilfe: Koordination der katholischen Hilfsorganisationen

Gaza-Notfall-Hilfe: Koordination der katholischen Hilfsorganisationen

Coordinating-Catholic-Aid-Organizations-CCAO-300x195Pressemitteilung – Am 19. September 2014 veröffentlichte die päpstliche Mission ein Kommuniqué zur Gaza Notfall-Hilfe durch die katholischen Hilfsorganisationen.

Koordination der katholischen Hilfsorganisationen

Gaza-Notfall-Hilfe

Der Krieg zwischen Israel und Hamas hat die ohnehin schon schreckliche humanitäre Situation verschlimmert. Nach dem Ende des 51 Tage dauernden Kriegs hat Gazas fragile Infrastruktur inklusive Gesundheit, Erziehung, Wasser und Gesundheitseinrichtungen argen Schaden erlitten. Israel lässt immer noch keine Baumaterialien in den Gazastreifen und blockiert größere Bemühungen, örtliche Geschäfte, Fabriken, öffentliche Einrichtungen, Schulen und Häuser wieder aufzubauen. Gazas Arbeitslosigkeit und die Armutsrate sind wegen des Grads der Zerstörung gestiegen. Tausende Familien, deren Häuser beschädigt oder zerstört wurden, bleiben obdachlos und kämpfen weiterhin um angemessene Unterkunft.

Das Koordinations-Komitee der Katholischen Hilfsorganisationen (CCAO) im Hl. Land hält seit Beginn des Kriegs wöchentliche Treffen ab, um die Notstandshilfe für die Menschen in Gaza besser zu koordinieren. Die katholischen Organisationen: Katholische Hilfsdienste (Catholic Relief Services – CRS) Caritas Jerusalem, Päpstliches Missionswerk für Palästina (PMP), die Deutsche Gesellschaft für das Hl. Land, die Franziskaner Kustodie im Hl. Land, die Universität Bethlehem, die Solidarität der Katholischen Schulen und das Lateinische Patriarchat haben Information ausgetauscht über die steigenden humanitären Bedürfnisse und Hilfsprojekte, um eine Verdopplung und Ergänzung der Arbeit der einzelnen Organisationen zu vermeiden.

Eine Summe von $5 Millionen an Notstandshilfe wurde weltweit von Spendern gegeben, um die Hilfsprogramme der CCAO Mitglieder in Gaza zu unterstützen.

Verschiedene Hilfsprojekte wurden während und nach dem Krieg eingerichtet:

Caritas Jerusalem hat während und nach dem Krieg Notversorgung verteilt. Sie hat 1.300 Hygienepakete verteilt und ungefähr 800 Liter Brennstoff an die UN Schulen und an Familien, die in der Griechisch-Orthodoxen Schule und in den Schulen des Patriarchats Unterkunft fanden. Familien wurden mit warmen Mahlzeiten versorgt und Kinder wurden untersucht, erhielten Medikamente; psychosoziale Aktivitäten wurden eingerichtet; Lebensmittel, Milch und Windeln wurden an Schulen verteilt, Basisversorgung für 28 Behinderte, die bei den Schwestern der Mutter Theresa Unterkunft fanden, und hundert Lebensmittelpakete für die Familien in der „Heilig Familie Kirche“ wurden ausgegeben. Zusätzlich erhielten das medizinische Zentrum der Caritas, vier Krankenhäuser und das Gesundheitsministerium Brennstoff und medizinisches Material. Die Caritas wird ihre Notstandshilfe fortsetzen: Lebensmittel, Geld, Gesundheitsdienste (medizinisches Zentrum der Caritas und mobile Klinik), Schulunterstützung, Rucksäcke und Schuluniformen für Schulkinder, Hygienepakete und Weihnachtsgeschenke für 3.000 Studenten werden bis zum Jahresende verteilt.

Katholische Hilfsorganisationen reagierten auf die Krise mit der Verteilung von 6.000 NFI Paketen und 8.000 Hygienepaketen für vertriebene Familien; sie verteilten medizinisches Material und Brennstoff an das „Al-Ahli-Arab-Hospital“, die Kliniken der Caritas Jerusalem und ihr Netzwerk, und an die Mutter-Kind-Kliniken des „Near East Council of Churches“ (NECC)“. Sie gaben Schulunterstützung und Rucksäcke für 10.000 Schulkinder; uneingeschränkte Gutscheine an 400 Familien, die für besondere Lebensmittel, Wasser und andere Bedürfnisse verwendet werden. Zusätzlich hat die CRS ein „Bargeld-für-Arbeit-Programm“ gestartet zum Wiederaufbau von 30 Kindergartenräumen, Einrichtungen, Spielplätzen und Gärten und dazu gibt es psychosoziale Unterstützung in all ihren Programmen. CRS ist dabei, Aktivitäten für den Wiederaufbau von landwirtschaftlichem Lebensunterhalt zu planen durch Gutscheine und „Bargeld-für-Arbeit“ für örtliche Bauern.

Das Päpstliche Missionswerk für Palästina lieferte auch hunderte Liter Brennstoff zum Betrieb der drei „Near East Council of Churches“ Mutter-Kind-Kliniken“ und des „Al-Ahli-Arab“ Hospitals, verteilte medizinisches Material, medizinische Geräte und Medikamente an diese Spitäler und kam auf für medizinische Untersuchungen von Kindern, Gesundheitsvorsorge und Behandlung von Armen und vertriebenen Patienten. Mit der Spende des PMP, die medizinische Versorgung, Ausrüstung und Gesundheitsvorsorge abdeckte, hat das „Al-Ahli-Arab“ Hospital seit Beginn des Kriegs 5.000 Patienten gratis behandelt, darunter 1.600 Verbrennungsopfer, und die drei Mutter-Kind-Kliniken des „Near East Council of Churches“ haben zweimal so viele Patienten pro Tag wie sonst behandelt. Das PMP Programm hat auch christliche Familien, die Lebensmittel und Haushaltsgeräte benötigen, unterstützt durch die „Myrrhbearers Society“ und die Lateinische Pfarre in Gaza. Das Päpstliche Missionswerk hat den Wiederaufbau von Institutionen und Häuser mobilisiert, um Teile der Schule der Rosenkranzschwestern zu reparieren, Kliniken des NECC Netzwerks und Berufsausbildungszentren genauso wie das Haus der „Schwestern des Fleisch gewordenen Wortes“ und andere Einrichtungen, die Kriegsschäden davon getragen haben. In Zusammenarbeit mit dem „Greek-Orthodox Trustees Committee“ und der „International Orthodox Christian Charities (IOCC) unternimmt PMP momentan die Einschätzung von 88 Häusern von Christen. Das Hausrenovierungsprogramm von PMP wird Häuser von Christen wiederaufbauen, die geringe Kriegsschäden aufweisen. PMP wird auch bald seine psychosozialen Programme in fünf christlichen Schulen, 22 öffentlichen Schulen und Kindergärten, dem „Al-Ahli-Arab“ Hospital, den NECC Kliniken und im YMCA Gaza für die Dauer eines Schuljahres einrichten.

CCAO Mitglieder haben der lateinischen Pfarre in Gaza durch das Lateinische Patriarchat direkt geholfen oder sind dabei zu helfen, dazu gehören zwei Schulen (die Schule des Lateinischen Patriarchats und die Schule der Hl. Familie), die Pfarre und das Haus der „Schwestern der Mutter Theresa“ für Behinderte. Andere CCAO Mitglieder wie das Caritas Baby Hospital, die Deutsche Gesellschaft für das Hl. Land und die Kustoden des Hl. Landes haben großzügig finanzielle Hilfe gegeben, die das Hilfsprogramm in der Pfarre des Lateinischen Patriarchats, Kindergärten, die „Schwestern des Fleisch gewordenen Wortes“

und andere christliche Einrichtungen in Gaza unterstützt hat. Auch die Universität Bethlehem und das Sekretariat der Solidarität haben großzügig zum Hilfsprogramm in Gaza beigetragen.