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Gepostet on 29 Sep 2014 in Pressemitteilungen, Publikationen, Versammlung der katholischen Ordinarien

Erklärung der Versammlung der katholischen Ordinarien des Heiligen Landes

Erklärung der Versammlung der katholischen Ordinarien des Heiligen Landes


PRESSEMITTEILUNG – Die Führer der katholischen Kirchen des Heiligen Landes trafen sich am 16. und 17. September im Caritas-Zentrum Bétharram  in Bethlehem, um über die Herausforderungen und Probleme der lokalen Kirche zu diskutieren.

 

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 Ordentliche Tagung

und 17. September 2014

Die Führer der katholischen Kirchen des Heiligen Landes trafen sich am 16. und 17. September im Caritas-Zentrum Bétharram in Bethlehem, um über die Herausforderungen und Probleme, vor denen  ihre Kirchen und Länder stehen, zu diskutieren.

  1. Sie bedauern die tragischen Folgen des Krieges im Gaza-Streifen und fordern Palästinenser und Israelis dazu auf, die Verhandlungen für eine umfassende Lösung des Konflikts wieder aufzunehmen, damit die immer gleichen Ursachen der Zwietracht nicht immer wieder zu den gleichen Ergebnissen führen.

 

  1. Sie erkennen an, dass die Pilgerreise des Heiligen Vaters ins Heilige Land ein großer Erfolg auf pastoraler und ökumenischer Ebene war, und ermutigen alle Gläubigen sich die Predigten und Reden, die bei dieser Gelegenheit gehalten wurden, zu verinnerlichen. Weiter hoffen sie, dass es dem Heiligen Vater möglich sein wird, Galiläa zu besuchen, wie er es versprochen hat. Bei dieser Gelegenheit danken sie den katholischen Patriarchen des Ostens, die ihn im Gebet auf seiner historischen Pilgerreise begleitet haben.

 

  1. Sie hoffen, dass seine brüderliche Begegnung mit Patriarch Bartholomaios in der Grabeskirche den ökumenischen Dialog fördern kann, und dass das interreligiöse Gebetstreffen in den Vatikanischen Gärten zu Frieden und Versöhnung im Heiligen Land beitragen kann, trotz alle dem, was im Heiligen Land und ganz allgemein im Nahen Osten geschehen ist.

 

  1. Sie sind sehr besorgt über den religiösen Radikalismus in Syrien und im Irak und verurteilen die Verfolgung von Minderheiten und Christen im Besonderen. Die jüngsten Ereignisse im Irak und in Syrien bedrohen die Präsenz der Christen im Nahen Osten. Die Bischöfe bekunden ihre Solidarität mit allen Opfern und den Menschen, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, in der Hoffnung, dass sich die internationale Gemeinschaft dem Fundamentalismus widersetzt und es den Flüchtlingen ermöglicht, wieder in ihre Häuser zurückkehren.

 

  1. Sie erneuern die Einladung der Wallfahrtskommission Jerusalems, damit die Pilger wieder ohne Angst das Heilige Land besuchen. Tatsächlich waren die Pilgerwege immer sicher und werden es auch bleiben. Darüber hinaus stellen die Pilger eine Brücke des Friedens in dieser unruhigen Region der Welt dar.

 

  1. Sie haben die Lehrer der christlichen Schulen in Beit Jala getroffen, um ihnen für ihr Engagement und ihre Arbeit trotz einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage zu danken. Die Bischöfe haben sich dazu verpflichtet, alles zu tun, um die Bedingungen der Lehrer zu verbessern.