Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 28 Sep 2014 in Besuche FT, Diözese, Patriarch, Pfarreien in Israel

Patriarch Fouad Twal in Jaffa-Tel Aviv: “Die Präsenz der christlichen Migranten ist ein Gewinn für die Ortskirche”

Patriarch Fouad Twal in Jaffa-Tel Aviv: “Die Präsenz der christlichen Migranten ist ein Gewinn für die Ortskirche”

Jaffa-pastoral-visit-300x193TEL AVIV -JAFFA – Am Samstag, den 13. und Sonntag, den 14. September 2014 begab sich der Patriarch, Erzbischof  Fouad Twal für einen Pastoralbesuch zur christlichen Gemeinschaft in Jaffa. Dabei  traf er eine leidende arabische christliche Gemeinde an, aber auch eine lebendige und große Gemeinschaft ausländischer Christen.

 

Dieser Besuch ist Teil einer großen Pastoralreise in der ganzen Diözese, die vor zwei Jahren begonnen hat und noch immer andauert.

Der Patriarch traf dort auf eine kleine und leidende arabische christliche Gemeinschaft, die damit kämpft in der brodelnden großen israelischen Stadt ihre  Identität zu finden oder zu bewahren. “Viele Kinder sprechen kein Arabisch und die meisten jungen Leute gehen nicht zur Messe”, klagte Seine Seligkeit. Dabei begrüßte er die Anwesenheit einer Gruppe von jungen arabischen Christen, die die Feier mitgestaltet hatten.

Der Patriarch war sehr beeindruckt von der indischen und philippinischen Gemeinschaft: “Sie sind sehr loyal gegenüber dem Glauben und ihren Traditionen. In der Kirche finden diejenigen, die davor Angst haben, aus dem Land ausgewiesen zu werden, einen  Zufluchtsort, einen Unterschlupf und einen Ort, an dem sie zusammen sein können.” Mehrmals pro Woche trifft sich diese Emigrantengemeinschaft in der Kirche oder im Pfarrzentrum  in Tel Aviv für einen Moment des geschwisterlichen Zusammenseins bei einem Teller mit traditionellen Speisen, oder dem  Gebet und der eucharistischen Anbetung. “Sie beten manchmal nach der Arbeit von zehn Uhr abends bis zwei Uhr morgens. Ihre Anwesenheit ist ein Schatz für die Kirche, ein Zeugnis für die einheimischen Christen, die oft zu sehr mit der Politik beschäftigt sind”, sagte der Patriarch.

Er traf auch mit den zivilen Behörden der Stadt Jaffa und der Polizei zusammen, die versicherten, alles zu tun, um ein gemeinsames Leben in Frieden sicherzustellen. Dabei diskutierte man über die die Koexistenz der Gemeinde.

Nach den philippinischen und afrikanischen Tänzen kam  eine Gruppe von afrikanischen und lateinamerikanischen Diplomaten, um den Patriarchen zu begrüßen. Letzterer dankte nochmals für die Unterstützung und Position ihres Landes während des Krieges in Gaza.

Am Sonntag stand der Patriarch der Messe in der Pfarrei St. Antonius von Padua in Jaffa vor, wo er seinen Pastoralbesuch beendete. An seiner Seite konzelebrierten der Vikar in Israel, Weihbischof Marcuzzo, und der Pfarrer, P. Zaher Aboud, OFM. Auch die Oberhäupter der griechisch-melkitischen und orthodoxen Kirche nahmen an der Feier teil.

In seiner Predigt betonte der Patriarch, dass das Geheimnis des Kreuzes ein Geheimnis der Freude ist,  eng verbunden mit der Hoffnung der Auferstehung. Er reflektierte über die Merkmale der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem und forderte die Gläubigen dazu auf, die Werte der ersten christlichen Gemeinschaft, die im Gebet die  Lehre der Apostel, die brüderliche Liebe und das Brechen des Brotes, bewahrt haben, neu zu entdecken. Er erwähnte auch die Bedeutung der “christlichen Gemeinde”, die Einheit zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, die oft voneinander isoliert leben, obwohl wir dazu aufgerufen sind, uns gegenseitig zu entdecken und zu bereichern : “Wir sind eine Kirche, die Kirche Gottes. ”

Während der Messe erneuerte eine Gruppe von Frauen der Legion Mariens, deren  Apostolat das Gebet und Krankenbesuche sind, ihre Versprechen.

Am Ende der Feier erwartete ein wunderbares Buffet die Gäste, und der Patriarch nahm sich die Zeit, um alle zu begrüßen.

Sonntag Abend dann,  bevor er nach Jerusalem zurückkehren  musste, konnte der Patriarch  noch  einige Mitglieder der Legion Mariens und ihre beiden Gruppen von Jaffa treffen. Außerdem traf er  die Priester der verschiedenen Pfarreien in der Stadt Jaffa: Maroniten, Melkiten, Armenier und griechisch-orthodoxen und Ordensmänner der christlichen Schulen, die auch in Jaffa eine Schule unterhalten.

Myriam Ambroselli

 

5.JPG4.JPG3.JPG2.JPG9.JPG8.JPG7.JPG6.JPG12.JPG11.JPG10.JPG16.JPG15.JPG14.JPG13.JPG20.JPG19.JPG18.JPG17.JPG22.JPG21.JPG1.jpg