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Gepostet on 25 Aug 2014 in Pressemitteilungen, Publikationen, Regionalnachrichten

Unterstützung für die irakischen Flüchtlinge in Jordanien

Unterstützung für die irakischen Flüchtlinge in Jordanien

Amman1PRESSEMITTEILUNG – 21. August 2014 – Pater Imad Twal, Generaladministrator des Lateinischen Patriarchats und ehemaliger Direktor des Zentrums Unserer Lieben Frau des Friedens in Amman, berichtet über die dramatische Situation der irakische Christen, die von der IS  aus ihren Häusern vertrieben wurden. Das Lateinische Patriarchat beherbergt derzeit 1000 von ihnen in diesem Zentrum in Amman und muss dabei für ihre täglichen Grundbedürfnisse sorgen. Das Lateinische Patriarchat ruft angesichts dieser Lage zu Spenden auf und bittet alle um ihr Gebet.

 

“Das Christentum, wie wir es kennen, existiert im Irak nicht mehr” 

  Pater Imad Twal

Generaladministrator  des Lateinischen Patriarchats – August 2014

 

 

Einführung 

Seit 2.000 Jahren musste die kleine Anzahl Christen im Irak mit vielen Konflikten und politischen Veränderungen im Irak kämpfen, die zu ihrer Vertreibung und Migration geführt haben.

Die Einnahme von Sindschar und die Schließung von Mosul im Norden des Irak seitens der   Dschihadisten der IS hat Hunderttausende von Menschen, die religiösen Minderheiten angehören, gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Unter ihnen etwa hunderttausend Christen.

Das ist der größte Exodus, den die irakischen Christen je erlebt haben. Vor drei Wahlmöglichkeiten gestellt, mussten sie ihre Häuser aufgeben: entweder zum Islam konvertieren; die Dschizya (Steuer durch die Nicht-Muslime bezahlt); oder durch die Hand des Islamischen Staates im Irak und in der Levante zu sterben, Islamischer Staat  (Islamic State), wie er jetzt genannt wird.

Der IS hat “Eigentum des Islamischen Staates” und den erste Buchstabe des arabischen Wortes “Nazarener”  auf die Häuser der Christen von Mosul geschrieben.

Mehr als 200 christliche Familien sind aus Mosul geflohen und die Milizen des IS haben ihren Besitz beschlagnahmt, darunter ihre Autos, Geld, Medizin und Lebensmittel, die sie mit sich führten.

 

Amman 2Wohin gehen? 

Nur noch im Besitz der Kleidung, die sie trugen, war dies die erste Frage, die sich nach dem Verlassen ihrer Häuser und dem Verlust ihres Hab und Gutes stellte.  Jordanien hat rund 1.000 irakische Christen aufgenommen.

Das Zentrum Unserer Lieben Frau des Friedens in Amman hat in Zusammenarbeit mit der Caritas seine Pforten geöffnet, um etwa einhundert Christen, die 22 irakischen Familien angehören, aufzunehmen. Unter ihnen befinden sich 35 Kinder, von denen 21 zwischen 2 und 12 Jahren und 10 zwischen 12 und 18 Jahre alt sind. Die anderen sind deren Eltern oder ältere Menschen.

Diese Christen brauchen nicht nur einen Raum zum Leben, sondern auch die grundlegendsten Dinge des täglichen Bedarfs, denn sie flohen aus ihren Häusern mit praktisch nichts. Imad Twal, Generaldirektor des Lateinischen Patriarchats und ehemaliger Direktor des Zentrums Unserer Lieben Frau des Friedens  in Amman, hat sie besucht, um ihnen seiner Unterstützung und seines Gebets zu versichern. Er betonte auch den Wunsch des Lateinischen Patriarchats, ihnen zu helfen.

 

 Amman3Was brauchen sie? 

* Diese Christen brauchen die grundlegendsten Dinge des täglichen Lebens: Nahrung, Wasser, Medizin und Kleidung

* Sanitäre Anlagen: die Aufnahme einer so großen Anzahl von Menschen wirft große Probleme für die Struktur des Zentrums auf, insbesondere im Hinblick auf sanitären Anlagen.

* Die christlichen Flüchtlinge haben in Jordanien eine Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate. Anschließend brauchen sie einen ständigen Wohnsitz. Aber wie? Sie haben nicht einmal genug Geld, um eine Fahrkarte zu bezahlen!

* Ausbildung: viele dieser Christen sind Kleinkinder oder Kinder im Schulalter. Bald beginnt das neue  Schuljahr und sie müssen in die Schule eingeschrieben werden: ein Grundrecht für alle.

* Psychologische Unterstützung: Diese Familien haben einen Alptraum erlebt. Alle wurden wegen ihres Glaubens terrorisiert und gezwungen, ihre Häuser mit leeren Händen zu verlassen. Besonders die Kinder bedürfen dringend psychologischer Hilfe, um sich wieder sicher zu fühlen.

* Eine klare Perspektive für die Zukunft: keiner von ihnen hat diese Katastrophe erwartet. Wohin sollen sie gehen? Was wird passieren? Für wie lange? Wie kommen sie da wieder heraus? Wie sollen sie für sich sorgen? Dies sind die Fragen, die sich für die Zukunft stellen.

Amman 4* In der Zwischenzeit brauchen sie unsere Hilfe, unsere Gebete und die der ganzen Welt. Ihre Stimmen müssen auf der ganzen Welt gehört werden und diese gnadenlose Verfolgung muss aufhören.

SPENDEN 

* In Dollar, bitte hier klicken

* In Euro:

Bank: Pax-Bank, Köln

IBAN : DE16 3706 0193 0058 0290 17

BIC :    GENODED1PAX 

Kennwort:  irakische Christen 

Foto: Zentrum Unserer Lieben Frau des Friedens