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Gepostet on 4 Aug 2014 in Patriarch, Reisen FT

Gaza: Erzbischof Fouad Twal, Patriarch von Jerusalem, im Weißen Haus

Gaza: Erzbischof Fouad Twal, Patriarch von Jerusalem, im Weißen Haus

patriarch-fouad-twal_0-300x185WASHINGTON – Auf seiner Reise in den USA vom 8. – 28. Juli 2014 hat der Patriarch von Jerusalem, Seine Seligkeit Erzbischof Fouad Twal am Donnerstag, den 24. Juli den Stabschef des Weißen Hauses, Denis McDonough, und den Berater des Präsidenten, John Podesta, getroffen, um über die Situation der Christen im Heiligen Land im Zusammenhang mit dem beunruhigenden Hintergrund des Krieges in Gaza zu sprechen.

 

Der Patriarch wurde von P. Michael McDonagh des Lateinischen Patriarchats und Herrn Rateb Y. Rabie, Ritter des Heiligen Grabes und Präsident der Christlich Ökumenischen Stiftung des Heiligen Landes (HCEF) begleitet. Die HCEF hatte den Besuch Seiner Seligkeit in den Vereinigten Staaten organisiert, zusammen mit einigen Treffen mit religiösen, politischen und zivilrechtlichen Vertretern, um gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit zu arbeiten. Eine Reise, die schon vor langer Zeit vorbereitet worden war, ohne dabei auch nur im Fernsten daran zu denken, dass sich in nur ein paar Wochen die Lage in dem Land derart verschlimmern sollte.

 

In dieser kritischen Situation wurde während des Gesprächs sofort die Situation in Gaza behandelt, wo “sowohl Christen als auch unschuldige Muslime jeden Tag ihr Leben verlieren.” Seine Seligkeit sagte unverblümt: “Es gibt keine Gewinner in diesem Krieg in Gaza. Am Ende wird es nur Tod und Zerstörung geben. “Der Patriarch betonte, dass die Operation “Border Protectiv” bereits Tausend Palästinenser (heute sind es 1.200 Todesfälle) getötet hat – zumeist Zivilisten -, und zu Tausenden Verletzten und Vertriebenen geführt hat. Israel hat 53 Soldaten bei dieser Operation verloren. “Weit entfernt davon, Gaza zu befrieden, wird dieser Angriff den Schmerz, die Verzweiflung und den Hass zurücklassen, aber keinen Frieden. Die einzige Lösung besteht darin, zu einer Vereinbarung zu kommen, in der die Rechte der Palästinenser anerkannt werden, denn der Frieden wird auf Gerechtigkeit gebaut. “

 

Seine Seligkeit sprach auch die politische Frage Jerusalems an: die momentane Politik neigt dazu, die Bewohner palästinensischer Herkunft, Christen und Muslime, aus der Stadt zu vertreiben, was die Trennung von Familien zur Folge hat. Denn diese Politik läßt nicht zu, dass die Palästinenser, die in Jerusalem wohnen, ihre Ehepartner aus den palästinensischen Gebieten im Westjordanland zu sich holen. Sie sind gezwungen, entweder von Ihrem Ehepartner getrennt zu leben oder mit Ihrem Ehepartner außerhalb von Jerusalem, was zur Folge hat, dass sie ihre Häuser verlassen und ihren Status als Bewohner Jerusalems aufgeben.

 

Mr. McDonough ha detto che l’impegno della Casa Bianca è di impegnarsi in modo costruttivo nella risoluzione di questi problemi, e soprattutto di lavorare per il ricongiungimento familiare tra gli abitanti di Gerusalemme e quelli dei Territori palestinesi. Infine, Sua Beatitudine ha parlato ai responsabili politici anche della precaria situazione della Chiesa in Israele e Palestina dove, a causa della costruzione del muro di sicurezza israeliano, si vive sotto la minaccia di confisca delle proprietà storiche della Chiesa. Si è citato anche il caso del Monastero salesiano di Cremisan, nella zona di Betlemme, minacciato di essere demolito, per lasciar passare il muro. Mr. McDonough ha detto di essere consapevole della chiara minaccia che tali politiche rappresentano per la Chiesa e dell’ingiustizia costituita dalla confisca delle terre. Ha assicurato al Patriarca il sostegno per la promozione di una politica più equa.

Mr. McDonough versicherte das Engagement des Weißen Hauses hinsichtlich einer konstruktiven Art und Weise der Lösung dieser Probleme, vor allem des Einsatzes für die Familienzusammenführungen zwischen den Bewohnern von Jerusalem und den palästinensischen Gebieten. Schließlich sprach Seine Seligkeit auch die prekäre Situation der Kirche in Israel und Palästina an. Durch den Bau der israelischen Sicherheitsmauer sei sie ständig von der Beschlagnahme des historischen kirchlichen Eigentums bedroht. Dabei wurde auch der Fall des Salesianer-Klosters Cremisan, in der Gegend von Bethlehem, angesprochen, das davon bedrohte ist, abgerissen zu werden, um die Trennungsmauer bauen zu können. Mr. McDonough sagte, er sei sich der Bedrohung, die diese Politik für die Kirche darstellt und der Ungerechtigkeit durch die Konfiszierung ihres Landes wohl bewusst. Dabei versicherte er dem Patriarchen seine Unterstützung zur Förderung einer gerechteren Politik.

 

A seguito di questo incontro, il sig. Y. Rateb Rabie ha dichiarato: «Siamo molto onorati di questo incontro e della sensibilità constatata riguardo alle discussioni avute negli Stati Uniti, che svolgono da lungo tempo un ruolo molto importante in questa parte del mondo. L’occasione di incontrare il Capo di Stato Maggiore, che è il consigliere più vicino al presidente Obama, e di discutere con lui della situazione dei palestinesi è stato un passo notevole, affinché vengano messe in atto politiche nuove per raggiungere un giorno una pace giusta e duratura».

 

Nach diesem Treffen sagte Herr Y. Rateb Rabie: “Wir sind sehr geehrt von dieser Begegnung und der Sensibilität in Bezug auf die Diskussionen in den Vereinigten Staaten, die schon seit langem eine sehr wichtige Rolle in diesem Teil der Welt spielen. Diese Gelegenheit, den Stabschef, der der engste Berater von Präsident Obama ist, treffen und mit ihm über die Situation der Palästinenser sprechen zu können, ist ein wichtiger Schritt, damit mit einer neuen Politik begonnen wird, um eines Tages zu einem gerechten und andauernden Frieden zu kommen. ”

 

Myriam Ambroselli mit abouna.org