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Gepostet on 18 Jul 2014 in Diözese, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

In Gaza, der Konflikt, die Kinder, die Bomben und eine kleine Flamme der Hoffnung

In Gaza, der Konflikt, die Kinder, die Bomben und eine kleine Flamme der Hoffnung

Gaza flamme d'espoirGAZA – Die Bombenangriffe auf den Gazastreifen gingen nach der Ablehnung des Waffenstillstands durch die Hamas weiter. Die israelische Armee mit ihrem Waffenarsenal zu See, Land und Luft um den Gazastreifen herum fährt mit ihren Einsätzen fort. Viele Kinder verlieren ihr Leben. Die Schwestern unserer Pfarrei hoffen so sehr auf Frieden und ein Ende des Konflikts.

Die Operation “Fester Felsen”, die vor etwa zehn Tagen im Gaza-Streifen begonnen hat, geht weiter. In einem vollständig abgeriegelten  und schmalen Streifen, gibt es eine große Zahl von Flüchtlingen. Viele sind in den Norden gegangen, mehrere haben Zuflucht bei den Einrichtungen der Vereinten Nationen oder anderen NGOs in der Region gesucht. Sie haben ihre Häuser, manche bereits Ruinen, nach den Aufrufen der israelischen Armee verlassen.

Es gibt bereits viele Tote. Viele sind Kinder, darunter sind vier, die Fußball am Strand spielten. “All die Informationen weisen darauf hin – und das finde ich sehr dramatisch -, dass eine hohe Anzahl an Frauen und Kinder unter den Opfern sind. Bis heute sind mehr als ein Viertel der Toten Kinder “, sagte UNRWA-Generalkommissar, Pierre Krähenbühl, am 14. Juli.

Die gleiche Feststellung machen zahlreiche Medien und NGOs, die sich Sorgen wegen der immer höheren Anzahl von getöteten Kindern in dem Konflikt machen. Das Lateinische Patriarchat traf am Donnerstag, den 17. Juli zusammen, um für ihre Kinder und für all die Toten zu beten. Die Hoffnung  besteht darin, dass ihr Tod nicht nutzlos sein möge und der Friede komme.

“Wir wissen, dass alle Dinge zum Wohle derer beitragen, die Gott lieben”

Pater Jorge Hernandez, Pfarrer der kleinen katholischen Gemeinde in Gaza steht in regelmäßigem telefonischen Kontakt mit Weihbischof Shomali, Vikar für Jerusalem und Palästina. Er sagte vor kurzem, dass die Menschen sehr müde sind, in der Nacht nicht schlafen können und die Nerven wegen des Leben unter Stress und Angst blank liegen.

Trotz alledem, mitten in diesem Chaos, finden die Schwestern der Pfarrei auch Gründe zur Hoffnung. In einem Brief stellt Schwester Maria Laudis Gloriae die Frage: “Wie soll Krieg Gutes bringen? Menschlich gesehen, können wir die Gründe nicht finden, aber ich denke, es gibt mehrere. ” Sie setzt sich mit verschiedenen Themen auseinander, von denen das erste ist, “es lehrt uns, Gott zu lieben und  und der göttlichen Vorsehung zu vertrauen, hilft uns, den wahren Frieden zu finden.” Dann weist sie darauf hin, dass “wir Kinder Gottes sind und ER, als ein guter Vater, verlässt uns nie.”

Ihre Unterstützung und Liebe zu den Familien, die den Verlust des Heimes oder eines Kindes erlitten haben, trägt dazu bei, zu diesem Frieden zu kommen, und somit den Christen, oder auch anderen die Hilfe zukommen zu lassen,  die Gott den trauernden Menschen schickt.

Pierre Loup de Raucourt