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Gepostet on 14 Apr 2014 in Aktuelles aus der Diözese, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Deir Rafat: Ein neuer Akt von Vandalismus

Deir Rafat: Ein neuer Akt von Vandalismus

Deir-Rafat-petite-300x199DEIR RAFAT – Montag Abend, 31. März 2014: an den Wänden des Klosters Deir Rafat, einem Kloster des Lateinischen Patriarchats, in der Nähe von Beit Schemesch, westlich von Jerusalem, wurden antichristliche Graffiti  entdeckt. Patriarch Fouad Twal begab sich vor Ort.

Ein neuer Akt von Vandalismus hat dieses Mal das Kloster von Deir Rafat, in der Nähe von Beit Shemesh, getroffen, westlich von Jerusalem. Dieses Mal wurden an den Wänden des Klosters am Abend des 31. März nicht nur anti-christliche, sondern auch anti-amerikanische Graffiti gefunden:  “Amerika ist das Nazi-Deutschland” und  “der Preis (zu bezahlen) für das Friedensabkommen“. Alle  auf dem Grundstück abgestellten Fahrzeuge wurden beschädigt.

Dieses “Preis zu zahlen” bezieht sich sicherlich auf die Besprechungen der vergangenen Nacht zwischen dem Außenminister John Kerry und dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hinsichtlich des Friedensabkommens mit den Palästinensern, in denen John Kerry gefordert hat, eine Reihe von palästinensischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen zu entlassen.

Die katholischen Ordinarien des Heiligen Landes haben diesen Akt des Vandalismus, der sich in die schon lange Liste aller im Land auf Kosten der vielen christlichen Kultstätten verübten hinzugefügt,  formell verurteilt.

Was das Lateinische Patriarchat betrifft, begab sich Erzbischof Fouad am Nachmittag des Dienstag, 1. April zum Kloster Deir Rafat um die Fakten selbst zu sehen und um den Nonnen und der christlichen Familie, die an diesem Ort des Friedens leben, beizustehen.

Mehrere Medienvertreter verschiedener Sprachen war auf Einladung des Patriarchats gekommen, um über das Ereignis zu berichten und den Patriarchen zu interviewen, der sich dabei öffentlich über diese „verrückten Taten“ beklagt hat.” “In welcher Schule haben diese Menschen eine derartige Ausbildung erhalten?”, beklagte seine Seligkeit. “Haben diese Leute, bevor sie diese Tat begangen haben, begriffen, dass hier Nonnen leben, die  Tag und Nacht für den Frieden beten und fasten?”. 

Auf die Fragen der Journalisten antwortend,  äußerte sich der Patriarch mit diesen Worten: “. Wir, als Geistliche, werden auch weiterhin zum Herrn darum beten, dass sich diese kranken Seelen aus ihrer Ignoranz und Beschränktheit ihres Geistes befreien können.” Dabei unterstrich er allerdings auch: “Trotzdem können wir nicht schweigen, und wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan und diese fanatischen Vandalen gefunden werden. ”

Am Schluss zeigte sich Seine Seligkeit enttäuscht darüber, dass der bevorstehende Besuch von Papst Franziskus, einem Mann des Friedens, auf diese Art und Weise vorbereitet werde.

Firas Abedrabbo

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