Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 24 Mrz 2014 in Liturgisches Leben

Der erste Sonntag der Fastenzeit am Hl. Grab

Der erste Sonntag der Fastenzeit am Hl. Grab

SB au StSepulcreJERUSALEM –  Seit vielen Jahrhunderten wird der Sonntag in der Fastenzeit von den Römisch-Katholischen in der Grabeskirche besonders gefeiert. Um diese Tradition aufrecht zu erhalten, feierte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Seine Seligkeit Fouad Twal, am Sonntag, den 9. März 2014 die hl. Messe in der Grabeskirche.

Das Protokoll sieht vor, dass der Patriarch in Begleitung vom Kustos, von Diözesan- und Ordenspriestern, vielen franziskanischen Seminaristen und Gläubigen offiziell an jedem Samstag in der Fastenzeit die Grabeskirche betritt, um an der täglichen Prozession teilzunehmen.

Am Samstag zu Mitternacht feierten die Franziskaner und mit Gläubigen die Vigil am Grab. Der melodiöse Klang des Gregorianischen Chorals hallte durch die Basilika und ließ einige nächtliche Besucher in die Freude des Gebets eintauchen.

Am Sonntagmorgen wurde dann die feierliche Messe in der Maria-Magdalena-Kapelle gefeiert. Auch diese Messe unterliegt einem strengen Protokoll. Der Patriarch leitet die Messe. Die Predigt wird jedoch auf Arabisch von einem Priester gehalten, der sich auf einer erhobenen hölzernen Kanzel befindet, und ein anderer Priester ist zum Hauptzelebranten erwählt und führt das Weihegebet zur Wandlung.

Viele fragen sich: Warum ist der Patriarch nicht der Prediger und Hauptzelebrant? Diejenigen, die regelmäßig in der Grabeskirche beten, wissen sofort, dass diese Praxis Bezug hat zum Status Quo. Aber einige Franziskaner ziehen es vor, auf den spirituellen Grund hinzuweisen, der auf die Byzantinische Zeit zurückgeht: der Patriarch von Jerusalem überließ es anderen zu predigen und ließ sich selbst belehren; damit erinnerte er mit Demut daran, dass er trotz seines pastoralen Amtes ein Schaf in der Herde bleibt.

Zum Ende der Messe hin kann man die Hymnen der Armenier und Griechisch-Orthodoxen hören, die um diese Zeit ihre Liturgie zu feiern beginnen. Auch sie feiern in besonderer Weise die Fastensonntage. Nachdem die Franziskaner und der Patriarch einer anderen Prozession Platz gemacht haben, verlassen sie mit ihrer Begleitung die Grabeskirche.

Pierre Loup de Raucourt – Fotos von Andres Bergamini

09032014-DSC04678.jpg09032014-DSC04683.jpg09032014-DSC04687.jpg09032014-DSC04698.jpg09032014-DSC04701.jpg09032014-DSC04708.jpg09032014-DSC04719.jpg09032014-DSC04726.jpg09032014-DSC04730.jpg09032014-DSC04736.jpg09032014-DSC04738.jpg09032014-DSC04743.jpg09032014-DSC04746.jpg09032014-DSC04748.jpg09032014-DSC04758.jpg09032014-DSC04767.jpg09032014-DSC04776.jpg09032014-DSC04787.jpg09032014-DSC04791.jpg09032014-DSC04855.jpg