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Gepostet on 13 Mrz 2014 in Diözese, Geschichte

Das Dorf Magdala, eine neue Pilgerstätte (1/2)

Das Dorf Magdala, eine neue Pilgerstätte (1/2)

 Magdala ArticleMAGDALA –  Seit 2006 gibt es eine neue und aufregende archäologische Stätte: die des kleinen Dorfs Magdala am Ufer des Sees Genezareth. In diesem Fischerdorf lebte Maria Magdalena, eine der Frauen, die mit Jesus gingen. Ein extensives Bauprogramm ist geplant, um das Dorf zu einer neuen Pilgerstätte zu machen. Teil eins dieses Artikels widmet sich der Beschreibung der alten Stätte.

Die Geschichte begann durch Zufall. Im Jahr 2004 entschlossen sich die Legionäre Christi, ein neues Empfangszentrum für Pilger am Ufer des Sees Genezareth zu errichten, dem Platz, an dem Jesus Petrus in seiner Mission als Haupt der Apostel bestätigte. Es ist das auch ein Ort, der bei Badegästen, die gern im See schwimmen, beliebt ist. Nach dem Landkauf 2006 vertrieben die neu angekommenen Baumaschinen die Eisverkäufer, und die Bauarbeiten am Magdala Center begannen. Im Jahr 2009, während seiner Reise ins Hl. Land, segnete Papst Benedikt XVI den Grundstein. Kurz darauf, am 12. September 2009, wurden die Ruinen einer Synagoge aus dem ersten Jahrhundert entdeckt, die während des Falls des 2. Tempels zerstört worden war. Diese Entdeckung brachte Chaos über die Baustelle und das Projekt, weil weiterführende Ausgrabungen notwendig waren. Ein Fischerdorf, ein Hafen, ein Markt einige Häuser und Geschäfte wurden rasch entdeckt.

Eine Rückkehr ins 1. Jahrhundert

Man muss sich den See, die Boote, die Aktivitäten am Ufer und das Abwickeln des Zustroms an Kaufleuten und Arbeitern vorstellen. Magdala lag im städtischen Konglomerat von Tiberias, Kapharnaum und Tagbha. In dieser Zeit war das ein geostrategischer Ort: Der See lieferte eine große Menge frischen Wassers, das Klima war mild, und die Städte lagen an der Straße, die Damaskus mit Ägypten und Mesopotamien verband. In seinen Schriften bezieht sich der berühmte antike Schriftsteller Josephus auf Magdala, berühmt für seine Fischkonserven, deren Produkte, wie er sagte, bis Rom verkauft wurden.

Heute ist das Dorf eine antike Ruine. Aber die Ruinen sind von großem Wert, vor allem für die IAA (Israel Antiquities Authority), die nun die Forschung  über das Leben der Juden in Galiläa im 1. Jahrhundert vorantreiben kann. Zusätzlich zu dem Beweis, dass wirklich eine Fischindustrie existierte, zieht besonders die Synagoge die Aufmerksamkeit auf sich. Sie ist eine der wenigen im Land, die aus dem 1. Jahrhundert stammt. Mit unglaublich gut erhaltenen Fresken und Mosaiken bezeugt sie den Reichtum der Stadt und auch die Bedeutung, die die Ausübung des jüdischen Glaubens hatte.

Auf den Spuren Christi

SynagogueMagdala

Die Stätte wird immer noch ausgegraben, und es gibt nur wenig Infrastruktur. Hier auszugraben ist bedeutsam für den Entdecker, weil er oder sie auf den originalen Straßenplatten gehen kann. Das gilt nicht nur für den jungen Archäologen, sondern auch für den Pilger, der auf den Spuren Christi geht.

Es besteht wirklich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Jesus durch dieses Dorf gekommen ist, aus dem Maria Magdalena stammt, die gemäß dem Evangelium von sieben Dämonen befreit worden war. Im Herz der wirtschaftlichen und religiösen Kreuzungen gelegen, waren diese Plätze der Verbreitung des Evangeliums durch die Jünger Jesu sehr förderlich.

Die Ausgrabungsstätte entwickelt sich gleichzeitig zu einem neuen Ort für Pilgerreisen, die es dem Gläubigen ermöglichen, näher an die Zeit Maria Magdalenas und Jesu heranzukommen, der evangelisierte und die Jünger aussandte um zu evangelisieren. Das ist der Grund, warum die Legionäre Christi „Duc in altum“ („Brich auf in die Tiefe“) als Motto für das Magdala Center gewählt haben, eine passende Botschaft für heute. Sie haben bereits ein passendes Heiligtum errichtet, das Thema eines zukünftigen Artikels sein wird.

Pierre Loup de Raucourt

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