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Gepostet on 18 Feb 2014 in Papst - Heiligen Land 2014

Großer Trubel: Der Papst kommt

Großer Trubel: Der Papst kommt

Commissions ArticleJERUSALEM – In weniger als fünf Monaten wird Papst Franziskus zum ersten Mal, seit er mit seinem Pontifikat begonnen hat, in das Heilige Land reisen. Für die Kirche, die den Papst begrüßt, ist es nicht nur eine große Freude, sondern auch eine riesige  Organisation, um ihn willkommen zu heißen. Im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem haben die Vorbereitungen bereits begonnen.

Der Besuch eines Papstes in einem Land birgt immer auch viele Herausforderungen für die lokale Kirche, die Gläubigen und die, die es nicht sind, für die Politiker und die einfachen Passanten. Besonders dann, wenn es sich um einen sehr beliebten Papst, wie Franziskus, handelt, der in eines der größten Krisengebiete der Welt kommt. Die Kürze seiner Reise – nur drei Tage in Jordanien, Palästina und Israel – macht die Ausarbeitung eines Programms sehr schwierig. Auf der einen Seite sind die “obligatorischen” Besuche als religiöser Führer und Staatsoberhaupt zu berücksichtigen, auf der anderen Seite müssen aber auch die pastoralen Besuche, die sich durch sein Pontifikat ziehen und ein Risultat seiner Aufmerksamkeit gegenüber den Ärmsten, den Flüchtlingen und der Einheit der Kirche sind, eingeplant werden.

Bei dem Besuch eines Papstes, wie für jedes Staatsoberhaupt, gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen. Zuallererst, bezüglich dessen, was den Gast direkt betrifft, nämlich seine Unterbringung, seine Mobilität und das Protokoll. Ebenso aber auch alles, was diejenigen betrifft, die an den Sitzungen und Treffen teilnehmen werden: hier kommt das Logistik-Team ins Spiel. Dabei darf man aber auch die Vertreter der Medien nicht vergessen, die eine aktive Rolle bei der Reise des Papstes spielen und den Besuch auf der ganzen Welt übertragen werden, so dass ihn jeder mitleben kann. Und schließlich möchte der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche auch die Messe feiern, was ein Liturgie-Team erforderlich macht.

Für jeden dieser Bereiche gibt es einen Ausschuss, der mit dem Vatikan und den Regierungen der zu besuchenden Ländern zusammenarbeitet. Fünf davon sind  für Jerusalem und Bethlehem zuständig und vier für Jordanien.

Zur weiteren Intensivierung der Vorbereitung, müssen sich  die Kustodie des Heiligen Landes, die Hüter der Heiligen Stätten, die katholischen Lateiner, Melkiten und Maroniten, die alle die Autorität des Papstes anerkennen, miteinander abstimmen. Im Zentrum von mindestens zwei dieser Kommissionen befindet sich der Kanzler der Diözese, Pfarrer Georges Ayoub, dessen Worte sich auf diese Situation beziehen: “Der Papst kommt nicht nur für die Lateiner,  sondern für alle Katholiken. Und somit muss alles miteinander organisiert werden. “”Das darf uns keine Sorgen bereiten“, fügt Bischof Shomali, Vikar für Jerusalem hinzu. „Im Gegenteil, wir müssen mit dem Ziel vor Augen, dass alle von diesem Besuch profitieren werden, zusammenarbeiten. “

Nun, da die Liste der Ausschüsse veröffentlicht wurde, kann jeder auf seinem Gebiet arbeiten, um den Besuch bestens vorzubereiten. All dies hat ein gemeinsames Ziel: Der Papst soll so wenig wie möglich besorgt sein, damit er sich voll und ganz seiner pastoralen Mission widmen und seiner Botschaft all die  Kraft geben kann, die er ihr geben will.

Pierre Loup de Raucourt