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Gepostet on 4 Feb 2014 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Das Schicksal von Cremisan ist noch unbestimmt

Das Schicksal von Cremisan ist noch unbestimmt

Audience-crémisanJERUSALEM – Der israelische Oberste Gerichtshof hat am  Mittwoch, den 29. Januar 2014 die Berufung von den Familien von Cremisan, die Gefahr laufen, ihre Ländereien durch die Ausweitung der Trennungsmauer zwischen Israel und dem Westjordanland zu verlieren, begutachtet. Das Urteil wird in einem Monat gesprochen werden.

Der Gerichtssaal am Obersten Gerichtshof von Israel war am  Mittwoch, den 29. Januar, bis zum letzten Platz gefüllt. Viele wollten  der wohl letzten Anhörung vor Gericht, die den Bau der Trennmauer im Tal von Cremisan verhindern soll, folgen. Dieses in Beit Jala liegende Tal besteht aus landwirtschaftlicher Fläche, die für 50 christliche Familien ihre Lebensgrundlage darstellt. Ein Projekt der israelischen Armee dagegen sieht vor, die Mauer dort zu errichten, obwohl sich dieses Tal in der West Bank und weit ab von der international anerkannten Grenze nach dem Sechstagekrieg von 1967, der sogenannten „grünen Linie“, befindet.

Viele Diplomaten haben ebenfalls dieser Anhörung beigewohnt: Mitglieder verschiedener Konsulate in Jerusalem, Diplomaten aus Ramallah, die Bürgermeister von Beit Jala und Bethlehem, Vertreter der katholischen Kirche und vor allem die Familien, die durch den Bau der Mauer betroffen sein werden. Die drei Richter des Gerichts konzentrierten sich bei der dreistündigen Anhörung auf beide Seiten, die Familien und die Armee. Weibischof Shomali, Patriarchalvikar für Palästina, der ebenfalls an der  Anhörung  teilgenommen hatten, war angenehm überrascht von ” deren Aufmerksamkeit bei der Verteidigung der Familien.”

Diese hoffnungsvolle Atmosphäre muss jedoch nicht für ein positives Urteil sprechen, das in einem Monat gefällt werden soll. „Meine skeptische Seite sagt mir, dass es keine positive Entscheidung für die Bevölkerung von Cremisan geben wird, weil die Sicherheit Israels heilig ist“, meint Weihbischof Shomali, „aber mein Herz weigert sich an Aufgeben zu denken und erinnert mich daran, dass es immer Hoffnung gibt. Wir beten viel dafür und wir haben für eine gute Verteidigung gesorgt.”

In Erwartung des Urteils in einem Monat haben die Einwohner der Cremisan nun erneut einen Moment der Ruhe, einen nur kurzen, aber vielleicht auch endgültigen, falls der Oberste Gerichtshof letztlich diesen Familien das Recht gewähren wird, auf ihrem Land bleiben zu können.

Pierre Loup de Raucourt

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