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Gepostet on 31 Jan 2014 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Die Kirche in Jaffa, ein Zufluchtsort für Migranten

Die Kirche in Jaffa, ein Zufluchtsort für Migranten

Article messe migrantsJaffa – Zum Welttag der Migranten und Flüchtlinge wurde am Samstag, den 18. Jänner 2014 eine Messe in der Pfarrei St. Anton in Jaffa mit vielen Migrantengruppen gefeiert. Die Koordination der Pastoral für Migranten, die vom Lateinischen Patriarchat eingerichtet wurde, wird vom Patriarchalvikar Pfarrer David Neuhaus, SJ, geleitet.

Gläubige aus 13 oder 14 Ländern zu einem Gottesdienst zu versammeln ist nicht alltäglich in Israel. „Schauen Sie sich um“, sagte Pfarrer Neuhaus in seiner Predigt. „Schauen Sie die Brüder und Schwestern, die der Herr uns gegeben hat, an in ihrer unterschiedlichen Herkunft und Kultur, Sprache und Farbe – Philippinos, Inder, Eritreer und Äthiopier, Sri Lanker, Rumänen, Nigerianer, Lateinamerikaner, Polen, Russen, Ghanaer, Libanesen, Araber und Juden, Israelis und Palästinenser und viele andere!“

Die unterschiedlichen Nationalitäten, die an der Messe teilnahmen, zeigen die Bedeutung der Einwanderung, mit der die israelische Regierung konfrontiert ist. Es gibt fast 53.000 Asylwerber im Land, meist aus Eritrea und Sudan, unter ihnen 40.000 Christen. Und es gibt auch über 200.000 Wanderarbeiter.

Um diese Zusammenkunft zu unterstreichen, waren Lieder aus der ganzen Welt ausgewählt worden. Das Vater Unser wurde in acht verschiedenen Sprachen gelesen. Die Lesungen wurden für diese Situation ausgewählt, das Evangelium war die Flucht der Hl. Familie nach Ägypten und der Kindermord durch Herodes. Ein wichtiger Bezug für Migranten, die alles zurückgelassen haben, oft unter Lebensgefahr, die in schwierigen und oft prekären Situationen nach ihrer Ankunft in Israel leben.

Am Ende der Messe präsentierten vier Gruppen ihre kulturellen Traditionen in Gesängen und Tänzen.

Das tägliche Problem eines Migranten ist es, legal arbeiten zu können und Geld zur Unterstützung der Familie zu verdienen. Diese Messe aber war eine Gelegenheit zur Freude. „Wir kommen zu feiern, wir beten und wir bekennen unseren Glauben“, sagte Pfarrer Neuhaus. „Wir wollen Zeugen sein, dass diese Feier eine große Freude ist. In unserer Welt, außerhalb der Kirche, ist die Reaktion auf die Ankunft von Flüchtlingen nicht immer eine Feier. Ihre Ankunft provoziert eher Reaktionen von Argwohn und Feindseligkeit.“

Die Freude zu glauben

Auch wenn dieser Gottesdienst außergewöhnlich war, weil er eine große Zahl von Migranten aus vielen Ländern vereint hat, so ist er doch ein weiteres Zeugnis für die Bedeutung der Migrantengruppen christlichen Glaubens. Umgeben von Schwestern aus verschiedenen Kongregationen und von Priestern aus den verschiedenen Herkunftsländern der Migranten, treffen sich die Gemeinden regelmäßig. In Tel Aviv hat die Philippinische Gemeinde eine Kapelle gemietet, in der sich 220 Personen zur Messe versammeln können. An Samstagen, dem freien Tag für eine Vielzahl der Migranten, werden zumindest vier Gottesdienste gefeiert. Die Kapelle ist zu jeder Messe voll mit den Philippinern. Andere Gemeinden – Inder, Sri Lanker, Afrikaner usw. benützen diesen Ort auch für ihre Gebetszusammenkünfte in den verschiedenen Riten und Ritualen.

„Am wichtigsten ist es, ihnen spirituell zu helfen, damit sie den Glauben behalten“, sagte eine Schwester von St. Paul von Chartres von den Philippinen. „Diese Menschen brauchen Mut und Hoffnung in ihrem Leben, es kommt vom Glauben, dass sie durchhalten und Erfolg haben. Sie brauchen auch eine Familie. Viele dieser Menschen sind verletzt, entmutigt und frustriert. Sie haben ihre Familien verlassen. Die Kirche muss eine Familie sein, die sie unterstützt.“

Ein wundervolles Beispiel der Freude und der Notwendigkeit zu glauben ist die Finanzierung der Kapelle, die sich in einem für monatlich 32.000 Schekel (6.400 Euro) angemieteten Raum  befindet, wo sie immer wieder feiern, beten und ihren Glauben bekennen in der Freude, eine große Familie zu sein.

Pierre Loup de Raucourt

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