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Gepostet on 13 Dez 2013 in Dialog, Ökumenismus

Die Bischöfe des Mittleren Ostens versammeln sich im Haus der Focolaren

Die Bischöfe des Mittleren Ostens versammeln sich im Haus der Focolaren

Focolari - ArticleJERUSALEM – Vom 18.-22. November versammelten sich einige Bischöfe und Freunde der Focolare Bewegung zum ersten Mal in Jerusalem zur 32. Ökumenischen Begegnung, die von der Bewegung organisiert wurde. Das Treffen thematisierte die „Gegenseitigkeit der Liebe zwischen den Jüngern Jesu“. Für gewöhnlich werden die Ökumenischen Treffen der Focolare Bewegung im Mariapolis-Zentrum in Castel Gandolfo in der Nähe der päpstlichen Sommerresidenz abgehalten. Aber im Jahr 2013 suchten die Führer der Bewegung etwas Neues und beschlossen, verschiedene regionale Treffen im Mittleren Osten abzuhalten, und das aus zwei Gründen. Erstens wollen sie näher bei den Christen sein, die in Konflikt beladenen Gebieten leben und zweitens wegen der Bischöfe aus fünf Kontinenten, die nicht nach Italien reisen können, um an diesen Treffen teilnehmen zu können. Diese zwei Gründe decken sich mit der Ermutigung und der Lehre von Johannes Paul II und Benedikt XVI, die beabsichtigten, die Erfahrungen der Gemeinschaft in der Welt zu erweitern und zum Erreichen einer „effektiven und affektiven Kollegenschaft“ unter Bischöfen (vgl. Brief an die Bischöfe von 9. April 1979, Johannes Paul II) bei zu tragen. Konsequenterweise wurden drei Treffen im Mittleren Osten abgehalten: in Ägypten in Kairo, vom 3.-7. September 2012, und ein weiteres im Libanon vom 4.- 6. Juni 2013. Das Treffen in Jerusalem vom 18.-22. November ist gerade zu Ende gegangen. Nicht weniger als 33 Bischöfe kamen  aus den katholischen und orthodoxen Kirchen des Ostens, Anglikaner, Lutheraner und Methodisten zusammen. Gemeinsam reflektierten und beteten sie über und um das für diese Gelegenheit ausgewählte Thema „Gegenseitigkeit der Liebe zwischen den Jüngern Jesu“. Das Thema wurde hauptsächlich als Richtlinie, um formal ein Abkommen zwischen Bischöfen verschiedener christlicher Kirchen zu besiegeln, die sich verpflichten, diese Gegenseitigkeit zu leben, in dem sie Christi Gebot „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe“ befolgen, genutzt. Diese Verpflichtung, der Höhepunkt dieses 32. Treffens, stimmt mit der Bemerkung Jesu im Evangelium:“ Dadurch werden alle wissen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt“ überein.

Das Treffen bot einigen Bischöfen die Möglichkeit, das Hl. Land kennen zu lernen, und anderen, die in der Gegend leben, sich wieder zu treffen und sich der Bedeutung des Ökumenischen Dialogs noch bewusster zu werden, um in geeinter Form eine starke Präsenz der Christen an den Heiligen Stätten aufrecht zu erhalten. So sprachen Bischof Shomali und Bischof Marcuzzo, die Patriarchalvikare für Jerusalem und Nazareth, über die religiöse und geopolitische Situation des Landes und warnten vor Schwierigkeiten für die Kirche und die Menschen. Der Kongress wurde auch vom Griechisch-Orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, Theophilus III, besucht, der die Bedeutung des Treffens in der Heiligen Stadt hervorhob und betonte, dass es „eine solide Unterstützung für uns ist, ein offensichtlicher Beweis, dass wir nicht vergessen sind. Sie haben nicht nur von Dialog gesprochen, sie sind ein lebendiger Dialog“. Neben dem Ökumenischen Dialog wandten sich die Bischöfe auch wechselseitigen Glaubensaspekten während eines Treffens im Tantur Ökumenischen Institut am 21. November 2013 zu. Dabei tauschten sie Erfahrungen oder Initiativen aus, die von ihnen selbst oder von Laien in ihren Ländern gestartet wurden, um Treffen zwischen verschiedenen Religionen zu fördern und voranzutreiben, besonders in Ländern, wo Christen nicht in der Mehrheit sind. Weil die Kirche des Mittleren Ostens nicht einheitlich ist, wurden verschiedene Partnerprojekte von europäischen Vereinigungen vorgestellt, wie zum Beispiel die Gemeinschaft von Sant’Egidio, die „Young Men’s Christian Association und Syndesmos” (orthodoxe Jugendbewegung). Diese Partnerprojekte sollen sicherstellen, dass durch gegenseitige und solide Freundschaft zwischen Bischöfen und Kirchen Christen sich treffen und eine wachsende universale Gemeinschaft formen.

Pierre Loup de Raucourt

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