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Gepostet on 23 Okt 2013 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Die erste Kirche im Holy Land für die Selige Marie-Alphonsine

Die erste Kirche im Holy Land für die Selige Marie-Alphonsine

BseMarieAlphonNazareth – Die Rosenkranzschwestern in Nazareth, feierten am 7. Oktober 2013 den Festtag unserer Frau vom Rosenkranz. In diesem Jahr war der Festtag feierlicher und bedeutender als gewöhnlich, weil die neue Kapelle des Hauses, die den Rosenkranzschwestern gehört und der Seligen Marie- Alphonsine Ghattas, ihrer Gründerin, gewidmet ist, eingeweiht wurde.

Auf Grund des früheren Engagements des Patriarchen wurde Bischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, Patriarchalvikar für Israel, eingeladen, den Feierlichkeiten vorzustehen, die wegen der neu erbauten Kirche auch eine historische Dimension haben.

Die neue Kirche bietet bis zu hundert Personen bequem Platz, aber fast 200 Personen besuchten die Messe, unter ihnen Mutter Ines Al Yacoub, die Generalsuperiorin der Rosenkranzschwestern von Jerusalem, Rosenkranzschwestern aus Galiläa und sogar aus dem Norden Palästinas, Gläubige aus der Nachbarschaft und die Belegschaft der „Rosary Creche“.

Die Zeremonie war einfach, aber ausdrucksvoll mit vielen Symbolen. Am Beginn wurde die Kirche mit Heiligem Wasser gesegnet. Nach der Predigt führte der Bischof die Altarweihe durch: Heiligenlitanei, Niederlegung der Reliquien, inklusive derer von Marie-Alphonsine, Weihegebet, Salben des Altars mit dem Hl. Chrisam, Weihrauch, Verzierung, Schmuck und Beleuchtung.

Eine neue Kirche zeigt eine stärkere Anwesenheit der Kirche im Land.

Während seiner Predigt sagte der Bischof über den Festtag: „Der heilige Rosenkranz ist Gottes Wort, das Mysterium der Erlösung, das Leben von Jesus, Maria, die Aposteln und die Kirche – alles in Gebete verwandelt. Der Rosenkranz ist eine wirkliche Schule des Glaubens. Er ist ein Zyklus von Gebeten und Spiritualität, sehr geeignet für die Kirche der Hl. Orte, unsere Mutterkirche von Jerusalem.“ Er fügte hinzu: „Es ist passend und natürlich, dass die Kongregation, die von einer Nonne aus Jerusalem, der Seligen Marie-Alphonsine, beim Lateinischen Patriarchat von Jerusalem gegründet wurde, den Namen der Rosenkranzschwestern trägt, den Schwestern, denen wir heute herzlich zu ihrem Fest und  zu ihrer neuen Kirche gratulieren.“

Er erklärte dann kurz die Theorie der Segnungsrituale: „Eine neue Kirche ist die örtliche, festgelegte, personalisierte und historisierte, kurz verkörperte Anwesenheit Gottes in der Welt. Es ist daher eine zusätzliche Gelegenheit für die Weihung der Person, der Stunde und der Zeit. Eine neue Kirche bedeutet eine stärkere und breitere Anwesenheit der Kirche in dem Land. Mit der Segnung der neuen Kirche freuen wir uns, wir danken dem Herrn, wir vertiefen, wir klären unsere Zugehörigkeit zur Kirche, als Gottesvolk und Diener der Menschheit.“

Am Ende der Messe dankte Mutter Ines allen Anwesenden und lud sie ein, am Empfang im Konventsgarten teilzunehmen, der auch neu angelegt und erneuert worden war.

Das Haus der Rosenkranzschwestern ist auch ein voll ausgestattetes, geräumiges, schönes und freundliches Zentrum für die Gemeinde und die vielen Pilger geworden.

Von unserem Korrespondenten in Nazareth