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Gepostet on 1 Okt 2013 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Jerusalem: Erneut Vandalenakte auf christlichen Friedhof

Jerusalem: Erneut Vandalenakte auf christlichen Friedhof

39296JERUSALEM (KIPA) Der Friedhof der lateinischen Pfarrei auf dem Jerusalemer Zionsberg ist in der Nacht zu Dienstag Ziel eines vandalistischen Übergriffs geworden. Wächter fanden am Dienstagmorgen das hebräische Wort “Tag Mehrir” (Preisschild) an eine Friedhofswand gesprüht, wie die Franziskaner mitteilten. Desweiteren seien die Reifen von sieben in der Nähe geparkten Fahrzeugen zerstochen von unbekannten Tätern worden.

Ein zweites Graffiti an der Friedhofswand sei offenbar nicht vollendet worden und deute darauf, dass die Täter gestört worden seien. Auf dem Friedhof am Südhang des Zionsbergs befindet sic hunter anderem auch das Grab des Judenretters Oskar Schindler.

Die in der Nacht vom Wächter informierte Polizei ist nach Franziskaner-Angaben erst ausgerückt, nachdem am Morgen ein ebenfalls von den zerstochenen Reifen betroffener jüdischer Anwohner erneut Alarm schlug. Der zuständige Pfarrer, Franziskanerpater Firas Hijazin, forderte ein Ende der Sachbeschädigungen und betonte den Willen der Christen zu friedlichem Zusammenleben in Jerusalem.

Bereits am Sonntag hatte die Jerusalemer Polizei vier jugendliche Vandalen auf frischer Tat ertappt, als diese auf einem christlichen Friedhof auf dem Zionsberg Grabsteine zertrümmerten.

Laut Berichten handelte es sich um Studierende einer benachbarten jüdischen Religionsschule. Auf dem Zion befinden sich neben der deutschen Benediktinerabtei der Dormitio Friedhöfe verschiedener christlicher Konfessionen.

In Israel ist es in den vergangenen beiden Jahren verstärkt zu Vandalenakten gegen christliche Orte sowie arabisch-jüdische Begegnungsstätten gekommen, für die israelische Extremisten verantwortlich gemacht werden. Auch Synagogen und Moscheen wurden Ziel von Übergriffen. Jerusalems Kirchenführer hatten die israelischen Autoritäten wiederholt aufgefordert, die Übergriffe zu stoppen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Andrea Krogmann, KIPA

Bilder : Marie-Armelle Beaulieu

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