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Gepostet on 5 Sep 2013 in Politik und Gesellschaft, Regionalnachrichten

Botschaft an Bischof Laham zur Situation im Nahen Osten

Botschaft an Bischof Laham zur Situation im Nahen Osten

Claude_Rault_128-199x300NAHER OSTEN: Im Folgenden finden Sie  die Botschaft an Bischof Laham, gesendet von Bischof Claude Rault aus Laghouat-Ghardaia (Algerien) am 30. August 2013, betreffend der gegenwärtigne Situation im Nahen Osten.

Erzbischof Maroun Laham
Lateinischer Patriarchalvikar
Amman, Jordanien

Lieber Freund und Bruder,

Auf Grund der Tragödie, die Syrien in Gewalt und einen Bruderkrieg taucht, und ihrer Auswirkung auf Ihr Land, die Kirchen und muslimischen Gemeinden in der Region, darf ich Sie unserer tiefsten Solidarität versichern, ausgedrückt durch unser Gebet und die brüderlichen Bande, die uns einen.

Die Kirchen und die Menschen von Jordanien haben ihre Türen und ihre Herzen tausenden syrischen Flüchtlingen mit einem hohen Preis und Opfer geöffnet und die Syrer willkommen geheißen, ohne auf religiöse Zugehörigkeit und ihre eigene Armut zu achten. Sie haben besonders zu dieser Gastfreundschaft beigetragen, indem Sie Ihre christliche Gemeinde dazu ermutigt und aufgefordert haben, großzügig zu sein und die Flüchtlinge freundlich aufzunehmen.

Aus dem Besuch von König Abdullah II bei Papst Franziskus ging gemäß einem Statement des Vatikans hervor, dass der „Weg des Dialogs und der Verhandlung zwischen den verschiedenen Teilen der syrischen Gesellschaft, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, die einzige Option ist, um den Konflikt und die Gewalttaten zu beenden, die jeden Tag den Verlust so vieler Menschenleben, besonders innerhalb der Zivilbevölkerung, verursachen.“

Sie haben gerade durch die Medien bekanntgegeben, dass jede ausländische militärische Intervention ein Desaster wäre, am schlimmsten für Syrien, weil sie einen Krieg auslösen könnte, der sich über die Grenzen dieses Landes ausbreiten würde. Sie betonen immer wieder mit Strenge und Überzeugung, dass Gewalt und Repression niemals eine Lösung für die Beilegung eines dramatischen Konfliktes sein können.

Die Kirche von Nordafrika, vertreten durch den Bischof von Tunis und den Bischof von Constantine, führte Christen in Tagen des Gebets, des Fastens und der Solidarität zu einer friedlichen Übereinstimmung und Lösung des Konfliktes. Dieser Ruf wurde von vielen gehört.

Wir sind uns bewusst, dass die Ursachen dieser Gewalttaten weit über die Grenzen eines von Gewalt heimgesuchten Landes hinausgehen. Und sogar wenn wir unserer menschlichen Mittel beraubt sind, fügen wir unsere Stimmen und Gebete zu Ihren und denen aller Friedensstifter, die unablässig in Syrien und überall tätig sind, um Versöhnung und Heilung zu bringen.

Im Namen der Diözesangemeinde versichere ich Sie unserer tiefen Solidarität und herzlicher Gebete. Möge der Friedensfürst rasch den Tag bringen, an dem Gerechtigkeit und Friede dieses gesegnete Gottesland umarmen.

In brüderlicher Gemeinschaft

+Claude Rault
Bischof von Laghouat-Ghardaia (Algerien)