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Gepostet on 5 Jul 2013 in Kultur, Politik und Gesellschaft

Internationaler Kongress der Patristik an Hebräischer Universität von Jerusalem

Internationaler Kongress der Patristik an Hebräischer Universität von Jerusalem

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Jerusalem – Dieses Jahr fand der internationale Kongress der Patristik (25. – 27. Juni 2013) zum ersten Mal in Jerusalem an der Hebräischen Universität statt. Er wurde von der Direktorin Brouria Bitton-Ashkenoly vom „Zentrum für Studien des Christentums“, unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Prof. Theodore de Bruyn der „Internationalen Vereinigung zu Studien der Patristik, organisiert.

Zahlreiche internationale Forscher hielten insgesamt etwa siebzig hervorragende und sehr unterschiedliche Vorträge und boten somit ein intensives Programm zu den Themen wie „Die Patristik an der Mündung jüdischer, christlicher und muslimischer Kultur; Patristik zwischen westlicher und östlicher christlicher Traditionen; Patristik und Theologie; Patristik, Literatur und Heilige Schrift; Patristik und Kunst; Patristik und Archäologie.

Die moderne Patristik vertraten die Mitglieder Carol Harrison, Oscar Velasquez, Marco Rizzi et Benoît Gain der Internationalen Vereinigung und ihre nationalen Korrespondenten; der Rektor des Augustinianums von Rom P. Angelo de Berardino; Don Roberto Spataro SDB von der Université Paul Sabatier Toulouse; Vertreter wichtiger patristischer Sammelwerke wie „Sources Chrétiennes“, „Corpus Christianorum, „Corpus Scriptorum“; Professoren der Patristik aus Europa, USA und Kanada, Südamerika, Japan und Kongo, und einige Professoren von israelischen Universitäten. Insgesamt kamen etwa 150 Teilnehmer.

Die Professorin B. Bitton-Ashkelony vermittelte Vikar Marcuzzo ihren persönlichen Eindruck: „Ich bin von der Zahl an internationalen Teilnehmern sehr zufrieden, bedaure aber, dass kaum Vertreter unserer lokalen Kirchen oder christlichen kulturellen Institutionen von Jerusalem und von Israel anwesend waren. Man hätte hier in Jerusalem besonders Vorträge auf dem Gebiet arabischer Patrologie einbeziehen und einheimische Referenten einladen müssen.“ Auch die Abwesenheit muslimischer Referenten wurde anschließend sehr bedauert.
Die RedaktionWeihbischof Marcuzzo lobte den hohen Anspruch der Beiträge. Es sei von hoher Bedeutung, dass dieser Kongress in Jerualem an einer hebräischen Universität stattfinden konnte. Mehrere Vorträge hätten ihm ganz besonders gefallen: Die Entstehung der Internationalen Vereinigung der Studien der Patristik von Prof. Adolph Martin Ritter, die Entwicklung der Vereinigung von P. Berardino, und die Gesamtübersicht der Patrologie in den verschiedenen Ländern der Professoren Wallraff, Trout und Bazan zeigen, wieviel Arbeit auf diesem Gebiet geleistet wurde. Auch der Beitrag des P. Zeljko Pasa SJ. über die neue Veröffentlichung des arabisch syrischen Werks von Abdishu Bar Brikha „Das Buch der Perlen“ habe ihn sehr beeindruckt. Von großem Interesse waren sowohl die Präsentation von P. Columba Stewart über die Arbeit seines Kloster und der St. John Universität von Minnesota, alle Manuskripte des Nahen Ostens zu fotographieren, wie auch der Beitrag der Professorin Averil Cameron von Oxford über „Studien der Patristik und Entstehung des Islam“.