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Gepostet on 7 Mai 2013 in Aktuelles des Heiligen Vaters, Kirche

Shimon Peres lädt den Papst nach Israel ein

Shimon Peres lädt den Papst nach Israel ein

image_detail_for_-israeli_president_shimon_peres_visits_rome_0-300x185Vatikanstaat – Der israelische Präsident Shimon Peres teilte bei seinem Besuch im Vatikan am  30. April mit, dass er Papst Franziskus zu einem Besuch nach Israel einlade. „Ich hoffe, Sie in Jerusalem zu sehen, nicht nur ich, auch ganz Israel“, erklärte er dem Oberhirten von Rom während eines privaten Gesprächs.

Der Papst empfing am 30. April Shimon Peres, der ihm die Einladung überbrachte, nach Jerusalem zu kommen. Auch Patriarch Fouad Twal hatte den Papst gleich nach seiner Ernennung zum Besuch ins Heilige Land eingeladen (vgl. Mitteilung vom 13. März 2013). Ein gemeinsamer Besuch der christlichen Heiligen Stätten von Papst Franziskus und von dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus im Jahr 2014 soll seit der Papstwahl schon öfters erwähnt worden sein. So könnte das 50jährige Jubiläum der historischen Pilgerreise von Papst Paul VI. und dem Patriarchen  Athenagoras im Jahre 1974 nach Jerusalem gefeiert werden.

Laut einer Pressemitteilung des Informationsdienstes des Vatikans kam man in dieser Audienz auch auf  die Krisen im Nahen Osten zu sprechen. Man äußerte den „Wunsch nach einer raschen Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Verhandlungen, um mit Hilfe guten Willens der Parteien und mutiger Entscheidungen und mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft ein Abkommen zu erreichen, welches die legitimen Erwartungen beider Völker respektiert und den Frieden und die regionale Stabilität fördert.“ Auch die Jerusalemfrage und der besorgniserregende Krieg, der das syrische Volk entzweit, wurden angesprochen.

Der Präsident des Staates Israel und Papst Franziskus begrüßten die „Fortschritte der bilateralen Arbeitskommission“ in der Hoffnung eines „raschen Zustandekommens des Vertrags zur Regelung der gemeinsamen Interessenfragen zwischen dem Staat Israel und dem Heiligen Stuhl“, ein Dauerthema in den Verhandlungen bezüglich der ökonomischen und steuerlichen  Fragen der katholischen Kirche im Heiligen Land.

Am Ende des dreißigminütigen Gesprächs schenkte der israelische Staatschef dem Papst eine Bibel in hebräischer und englischer Sprache.

Christophe Lafontaine