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Gepostet on 30 Apr 2013 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Pressemitteilung der AOCTS zum Fall Cremisan

Pressemitteilung der AOCTS zum Fall Cremisan

JERUSALEM – Die Vereinigung der katholischen Ordinarien vom Heiligen Land (AOCTS) veröffentlicht bezüglich des Urteils von letzter Woche über den Bau der Trennungsmauer im Cremisantal eine Pressemitteilung. Die Ordinarien bitten darum, den Verlauf der Mauer entlang der „Grünen Linie“ zu revidieren.

logo AOCTS

Pressemitteilung:

Ein israelisches Gericht in Tel Aviv hat vor einigen Tagen sein Urteil zum Fall Cremisantal gefällt und damit dem zuvor bestimmten Verlauf der Mauer, der das Salesianerkloster von dem Konvent und der florierenden Schule der Salesianerinnen trennt und gleichzeitig Grundstücke von 58 palästinensischen Familien aus Beit Jala in die Zone der israelischen Siedlung Gilo integriert, zugestimmt.

Wir sind von dieser ungerechten Entscheidung, die sich auf das Sicherheitsbedürfnis Israels stützt und die Modifizierung  des Verlaufs der bereits gebauten Mauer für problematisch hält, zutiefst enttäuscht. Das stellt uns vor vollendete Tatsachen, und dies kann nicht zum Ursprung eines neuen Gesetzes werden.

Aus diesem Grund vereinen wir uns mit allen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Wir bitten darum, die Mauer entlang der „Grünen Linie“ verlaufen zu lassen und hoffen, dass dies am Obersten Gericht erreicht wird.

Wir erinnern die israelischen Entscheidungsträger daran, dass die Grundstücksenteignung weder der Sache des Friedens dienen, noch die Position der Gemäßigten festigen wird.

Mit unseren Gebeten für den Frieden im Heiligen Land, auf der Basis des gegenseitigen Respekts und der internationalen Legitimität,

Patriarch Fouad Twal

Lateinischer Patriarch von Jerusalem

Präsident der Vereinigung der katholischen Ordinarien vom Heiligen Land