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Gepostet on 25 Apr 2013 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Exhumierung der Seligen Marie-Alphonsine

Exhumierung der Seligen Marie-Alphonsine

Marie-Alphonsine articleJERUSALEM – Am Freitag, den 5. April, fand in der Kirche Notre-Dame du Rosaire in Jerusalem in Anwesenheit des Lateinischen Patriarchen Fouad Twal und aller an der Heiligsprechung beteiligten Experten die Überführung des Leichnams der Seligen Marie-Alphonsine, Gründerin der Rosenkranzschwestern, statt.

Es war ein feierlicher und emotionaler Akt, als in der Jerusalemer Kirche Notre-Dame du Rosaire die Exhumierung des Leichnams der vor drei Jahren am 22. November 2009 seliggesprochenen Marie-Alphonsine begangen wurde. Die Identifizierung des Leibes ist im Seligsprechungs- bzw. Heiligsprechungsverfahren ein wichtiger Bestandteil, um falsche Devotionen oder den Schmuggel von Reliquien zu vermeiden, und um sicher zu gehen, dass es sich bei dem Leichnam tatsächlich um den des Heiligen handelt. So wird es den Gläubigen nochmals möglich, vor der Heiligen zu beten. Die Exhumierung fand am Morgen in Gegenwart von Seiner Seligkeit Patriarch Fouad Twal und von Weihbischof Giancinto-Boulos Marcuzzo, dem Patriarchalvikar für Israel und richterlichen Beauftragten im Heiligsprechungsprozess der Seligen statt. Anwesend waren auch Weihbischof Shomali,  Weihbischof Battish, die Generaloberin Iness Al-Yacoub der Rosenkranzschwestern, Pfarrer Emile Salayta, der Justizbeauftragte im Heiligsprechungsprozess, Notar Khader Habash, Dominikanerpater Francesco Ricci, der Anwärter dieses Verfahrens für die Kongregation der Heiligsprechungsverfahren, der Apostolische Nuntius für Israel Weihbischof Lazzarotto, und eine Kommission von Ärzten und Experten.

Im Gebet betonte Patriarch Fouad Twal nochmals, dass Marie-Alphonsine „von der Gottesmutter Maria ausgewählt worden war“, um den Weg der Perfektion und der Heiligkeit zu gehen. Die Reliquien wurden unter den Augen und der Zustimmung der Experten in eine Urne transferiert, die in der Kirche Notre-Dame du Rosaire verwahrt bleiben wird. Am Nachmittag dieses Freitags begab sich die Delegation ins Patriarchat von Jerusalem, um die Untersuchungsakte der Seligen offiziell zu schließen. Mit Stempel versiegelt wird sie von Pfarrer Francesco Ricci, dem Anwärter des Heiligsprechungsverfahrens, in den Vatikan zu Händen der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse gebracht.

Marie-Alphonsine urneEine Jerusalemerin auf dem Weg der Heiligkeit

Vor drei Jahren, am 22. November 2009, wurde Marie-Alphonsine Danil Ghattas seliggesprochen. Sie folgt als zweite Selige der Diözese von Jerusalem  der Karmelitin Mariam Baouardy, die 1983 seliggesprochen wurde. Patriarch Fouad Twal hat es mit den Worten ausgedrückt: „Mutter Marie-Alphonsine ist ein tiefsinniges Abbild einer Araberin und Jerusalemerin zugleich, ein glanzvolles Abbild des Evangeliums Christi.“

Seitdem hoffen viele Gläubige, dass sie eines Tages heiliggesprochen wird. Vor sechs Monaten, am 2. Mai 2012, nomminierte der lateinische Patriarch von Jerusalem ein Tribunal zur Untersuchung eines zweiten Wunders, das sich durch die Fürsprache der seligen Marie-Alphonsine ereignet haben soll. Vielleicht ein erster Schritt zur Heiligsprechung der Seligen vom Heiligen Land.

Bis dahin verbreitet sich weiterhin ihre Ausstrahlung durch die ganze Welt, und veranschaulicht so die Worte von Benedikt XVI.: „Marie-Alphonsine strahlt wie der Glanz der katholischen Kirche und glänzt wie ein Juwel auf die Erde Jesu Christi.“

Amelie de La Hougue

Marie-Alphonsine album