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Gepostet on 25 Apr 2013 in Diözese im Ausland, Kirche

Das Heilige Land im Herzen des Heiligen Vaters

Das Heilige Land im Herzen des Heiligen Vaters

pape Francois et Mgr FouadVatikanstaat – Am 15. April 2013 empfing Papst Franziskus den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem S.S. Fouad Twal, der gemeinsam mit einer Delegation seiner Vikare für Israel, Palästina, Jordanien und die hebräischsprechende Gemeinde vom Heiligen Land nach Rom gekommen war. Auch der neue Erzbischof von Tunis und fünf Priester des Lateinischen Patriarchats wurden vom Papst  empfangen.

Es war das Anliegen des Patriarchen und seiner Delegation, die Kommunion zwischen dem neuen Nachfolger Petri und der Universalkirche zu kräftigen und ihm die Gebete und Segenswünsche seiner Gläubigen im Heiligen Land zu überbringen.

Dabei bat die Delegation des Patriarchats Papst Franziskus, weiterhin für das Heilige Land zu beten, damit die einheimischen Christen an dem Ort wohnen bleiben, wo Jesus einst gelebt hat.

Der Patriarch präsentierte nicht nur die Kirche vom Heiligen Land, sondern beschrieb auch ein detailliertes Bild der Alltagsrealität seiner kleinen christlichen Herde, die diese Kirche bilden.

Radio Vatikan berichtete über diese Begegnung, in der der Frieden im Nahen Osten, die Situation der Christen in der Region und die Syrienkrise mit ihrer wachsenden Zahl an Flüchtlingen in den Nachbarländern, darunter Jordanien, während des Gesprächs zwischen dem Papst und dem Patriarchen  besondere Aufmerksamkeit erhielten.

Patriarch Fouad Twal beschrieb Papst Franziskus als einen sehr „bescheidenen“ Mann, der die Gabe habe, „zuzuhören, ohne  vorzugeben, alles zu wissen“; es sei, als habe er mit einem „Bruder gesprochen“. Der Patriarch hoffe, den Papst im Land des Heils empfangen zu dürfen, und sei überzeugt, dass dieser die diplomatischen Bemühungen seiner Vorgänger um Frieden und Gerechtigkeit für Jerusalem fortsetzen werde.

Am Ende nahm der Papst am Mittagessen der Delegation im vatikanischen Gästehaus Santa Marta teil. Alle, die dabei waren, kehrten mit der Absicht ins Heilige Land zurück, ihren Gläubigen „die große Liebe des Papstes für die Kirche, die dort lebt und betet, wo Jesus Christus gelebt hat“, zu bezeugen.

Die Zahl der Christen seit dem Jahr 2000 halbiert

Es ist eine ermutigende Botschaft, die aus dem Herzen kommt, und sie erreicht die Christen im Heiligen Land zu einem Zeitpunkt, wo sie erfahren, dass sich ihre Anzahl seit dem Jahr 2000 von 2% auf nur 1% halbiert hat. Seit 1948, als noch 27.000 Christen in Jerusalem lebten, schwindet ihre Zahl kontinuierlich und liegt nun noch bei etwa 5.000. Die Studie führte der palästinensische christliche Professor Hanna Issa für internationales Recht und Generalsekretär des islamisch-christlichen Komitees zur Erhaltung der Stadt Jerusalem und der Heiligen Stätten.  Laut Prof. Issa liegt dieser beträchtliche Rückgang am Phänomen der Emigration und der deutlich niedrigeren Geburtenrate als in der muslimischen Bevölkerung.

In den palästinensischen Gebieten leben etwa 47.000 Christen, im Staat Israel sind es ungefähr 110.000.

Christophe Lafontaine

 pape Francois et Mgr Fouad album