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Gepostet on 12 Apr 2013 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Der Papst wird am 15. April die offizielle Delegation des Patriarchats empfangen

Der Papst wird am 15. April die offizielle Delegation des Patriarchats empfangen

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VATIKANSTADT – Am Montag, den 15. April 2013 um 11.30 Uhr wird  Papst Franziskus Seine Seligkeit den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, die höchste Autorität der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land, empfangen. Dieser wird  von seinen Vikaren und dem neuen Erzbischof von Tunis, S.E. Ilario Antoniazzi, begleitet werden. Auch drei Priester der Diözese des Heiligen Landes, die im Moment ihr Studium in Rom absolvieren, werden Bestandteil der offiziellen Delegation sein.

Am 19. März 2013 hatte der Patriarch, S.S. Erzbischof Fouad Twal, an der Messe zur Amtseinführung  des neuen Pontifex teilgenommen. Das Staatssekretariat hatte daraufhin ein Treffen zwischen dem Papst und den Vertretern des Lateinischen Patriarchats vorgeschlagen. Neben dem Patriarchen Erzbischof Fouad Twal werden an der Privataudienz auch S.E. Weihbischof Marcuzzo (Weihbischof für Israel), S.E. Weihbischof Shomali (Weihbischof für Jerusalem), S.E. Erzbischof Lahham (Weihbischof für Jordanien) und Pater David Neuhaus (Vikar für die Hebräisch sprechenden Katholiken) teilnehmen. Der neue Erzbischof von Tunis S.E. Antoniazzi und drei Priester, die im Moment in Rom studieren, werden sich der offiziellen Delegation anschließen.

Diese Audienz wird es dem Papst ermöglichen, die Kirche von Jerusalem kennenzulernen und etwas über deren pastorale Herausforderungen zu erfahren. In seiner Predigt zu Ostern hatte der Patriarch daran erinnert, dass die Neuevangelisierung “von Jerusalem aus beginnen muss”, indem er zum Ausdruck brachte:”Der Herr lädt uns dazu ein, das Licht des Glaubens in die Mitte des Nahen Ostens zu tragen, dorthin, wo das Christentum geboren wurde, dorthin, wo jeder Christ geboren wird.“ Der Patriarch hatte damals seine Einladung an den Papst, ins Heilige Land zu kommen, wiederholt. Unmittelbar nach der Wahl des Papstes hatte der Patriarch bereits diese Absicht mitgeteilt.

Für einen Papst gibt es zweifellos keine wichtigere Reise, als die ins Heilige Land. Drei Vorgänger von Papst Franziskus hatten sich bereits dorthin begeben. Paul VI. im Januar 1964, Johannes Paul II. im März 2000 und Benedikt XVI. im Jahr 2009.

Ein Beweis dafür, dass das Heilige Land und der Nahe Osten generell im Mittelpunkt der Anliegen des Heiligen Stuhls bleiben werden, ist die Tatsache, dass der Papst in seiner Osterbotschaft 2013 die Konflikte und Gewalt im „geliebten Syrien“ aber auch die anhaltenden Spannungen im Lande Christi erwähnt hat, die schon “zu lange” andauern. Papst Franziskus hatte für den Frieden im Nahen Osten, insbesondere zwischen Israelis und Palästinensern, appelliert, in der Hoffnung, dass sie mit Mut und Bereitschaft die  Verhandlungen wiederaufnehmen, um diesen Konflikt zu beenden.

Christophe Lafontaine