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Gepostet on 9 Apr 2013 in Projekte

Das Vikariat des Patriarchats in Amman wurde erneuert

Das Vikariat des Patriarchats in Amman wurde erneuert

vicariat amman 1Am Ende der elfmonatigen Arbeit von Dezember 2011 bis Oktober 2012, war das Vikariat des Patriarchats in Amman dank der finanziellen Unterstützung durch das Groكmagisterium des Ritterordens vom Heiligen Grab renoviert. Als Sitz des Vikars, und manchmal auch des Patriarchen, zweier Rosenkranzschwestern und sechs Mitarbeitern geht die Errichtung des Gebنudes bis in das 20. Jahrhundert zurück und bedurfte einer dringenden Restaurierung.

Anfang des letzten Jahrhunderts gegründet, beherbergte das Vikariat in Amman fünf Patriarchalvikare und zwar die Weibischِfe Zeitoun, Léandre, Nemeh Sim’an, Salim und seit dem 12. Januar 2012 auch Maroun Lahham. „Das Gebنude war nie saniert worden und dadurch nicht mehr funktionsfنhig und auf die Bedürfnisse der Bewohner und Angestellten eingerichtet“ ist dem Gutachten des Architekten des Lateinischen Patriarchats zu entnehmen. Das Gebنude des Vikariats besteht aus einem Büro und einem Zimmer für den Patriarchen, einem Büro und einem Schlafzimmer für den Weihbischof, einer Unterkunft für die Schwestern, einigen Zimmern, Büros, Sanitنranlagen und einer Küche.

Elf Monate Arbeit für die komplette Erneuerung des Gebäudes
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Dank der Spenden des Ritterordens vom Heiligen Grab konnten die Renovierungsarbeiten im Dezember 2011 beginnen. Elf Monate Arbeit führten im Oktober 2012 zu einer kompletten Umstrukturierung des Gebنudes: Isolierung des Gebنudes, Neuinstallation der Klimaanlage, ؤnderungen im Büro des Weihbischofs, ein neuer Tagungsraum für 20 Personen, neue Verlegung von Fliesen in den Zimmern im Erdgeschoss, Wartung der Fenster und Türen, eine neue Sakristei, Wartungsarbeiten in der Unterkunft der Schwestern, Malerarbeiten an den Wنnden und Decken. Auch das ؤuكere des Gebنudes wurde nicht ausgelassen. Der Garten wurde neu bepflanzt, ein asphaltierter Weg wurde erneuert, ؤnderungsarbeiten auf der Terrasse und am Haupteingang wurden ebenfalls durchgeführt. Inzwischen ist daraus also ein ganz neues Vikariat geworden, das jeden Tag Christen und Besucher aus Jordanien, dem Heiligen Land und aus der ganzen Welt begrüكt.

Eine wachsende Kirche mit zwei großen Herausforderungen

Die Anzahl der Christen in Jordanien betrنgt etwa 200.000, von denen gut die Hنlfte katholisch ist. Etwa 30.000 von ihnen, in ca. 35 Kirchengemeinden verteilt, gehِren dem lateinischen Ritus an. Eine Zahl, die am Wachsen ist, so der Patriarchalvikar Weihbischof Lahham. Seit einigen Jahren zنhlen zur Lateinischen Gemeinschaft Tausende von Immigranten, hauptsنchlich Filipinos und aus Sri Lanka. Laut des Weihbischofs von Amman, sieht sich die Kirche Jordaniens zwei groكen Herausforderungen gegenüber: „Die Folgen der syrischen Krise und der Weg zur Demokratie.“ Jordanien versucht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln den massiven Zustrom von Flüchtlingen aus Syrien zu bewنltigen. Wir haben derzeit über 380.000 hier, von denen einige Christen sind. Konfrontiert mit einem Zustrom von Flüchtlingen und der dramatischen Situation in den Lagern, auch wegen eines besonders harten Winters, hat im Januar das Patriarchat mehrere Kirchen und Pfarrsنle sowie das Marien Friedenszentrum in Amman geِffnet.

vicariat amman 2Neben dieser schmerzlichen Situation, die das Land schwنcht, weiك jedoch jeder, dass auch wenn die syrische Krise enden wird, es starke Auswirkungen auf die geopolitische Stabilitنt Jordaniens haben wird. Daher ist heute die grِكte Herausforderung für die Kirche Jordaniens, laut Weihbischof Lahham, das Land auf seinem Weg zur Demokratie zu unterstützen.

Amélie de La Hougue