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Gepostet on 4 Apr 2013 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Eröffnung der Bibliothek und des Archivs der Kustodie

Eröffnung der Bibliothek und des Archivs der Kustodie

custodie2-300x199Am 28. Februar 2013 eröffnete die Kustodie den neuen Sitz seiner Bibliothek und des Archivs im Kloster San Salvatore in Jerusalem.

Das Archiv der Kustodie des Heiligen Landes ist einer der wichtigsten der katholischen Welt im Nahen Osten. Wegen seines Alters repräsentiert es  “die historische Erinnerung an das Leben der Franziskaner an den Heiligen Stätten und ihre Rolle als Wächter” gemäß den Worten von P. Narcyz Klimas OFM, Archivar der Kustodie. Das Archiv der Kustodie erzählt in der Tat die Geschichte der Franziskaner seit der Zeit der Kreuzfahrer bis in unsere Tage. Der Bibliothekar der Kustodie, P. Marcello Badalamenti OFM, erklärte in seiner Rede, dass die Franziskaner seit dem 13. Jahrhunderts, als sie sich im  Heiligen Land niedergelassen hatten,  bereits Bücher besessen hatten. Die erste Bibliothek gab es zweifellos seit etwa der  Mitte des 14. Jahrhunderts.

Und so kann man heute im Archiv und der Bibliothek der Kustodie Dokumente von großem Wert bewundern, wie die auf 1247 datierte päpstliche Bulle oder das Register der seit 1561 angekommenen Pilger. Hier befinden sich auch Aufzeichnungen des Ritterordens vom Heiligen Grabes von Jerusalem zwischen den Jahren 1561 bis 1847, als dann das Lateinische Patriarchat von Jerusalem wieder eingesetzt wurde.

Bücher als “Brücken des Friedensˮ

custodie1-200x300Einer der Wünsche des Kustos, P. Pierbattista Pizzaballa OFM, und derer, die an diesem Projekt gearbeitet haben, ist es, sicherzustellen, dass die Bibliothek der Kustodie des Heiligen Landes zunehmend ein Ort der Begegnung für Wissenschaftler  unterschiedlicher Herkunft wird und für jeden geöffnet sein soll. Die Bücher sollen zu “Brücken des Friedens” werden. Und so hat „ATS pro Terra Sancta“, das Hilfswerk der Franziskaner für das Heilige Land,  das diese Einweihung, Katalogisierung und die Bewertung dieses Archivs unterstützt hat,  dieses Projekt dann auch “Bücher, Brücken des Friedens” genannt.

Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und verfügt über zwei Säle, die dem Studium und zu Rate ziehen der Bände dienen soll. Auf der Web-Site Bibliotheca Terrae Sanctae kann man  direkt online den Katalog der Bibliothek des Heiligen Landes OPAC (online public access catalog) konsultieren.

Die kulturelle Dynamik

Der Kustos sagte, dass “in den Büchern, Dokumenten, Archiven, oder kurz gesagt, in unserer Geschichte auch unsere Zukunft liegt”. Und die Zukunft der Kustodie wird nicht  bei der Eröffnung der Bibliothek und des Archivs enden. Mit dem Projekt „Terra Santa Museo  2015“ plant die Kustodie die Eröffnung eines Museums des Heiligen Landes im Jahre 2015. Das Ziel? Zunehmend  das von den Franziskanern gesammelte reichhaltige archäologische und künstlerische Erbe während der acht Jahrhunderte ihrer Präsenz im Heiligen Land zu entdecken.

Amélie de La Hougue