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Gepostet on 19 Mrz 2013 in Diözese

Die Partnerschaften mit den Schulen im Heiligen Land werden weitergeführt werden?

Die Partnerschaften mit den Schulen im Heiligen Land werden weitergeführt werden?

Ecole-300x226Es häufen sich die Initiativen zu Gunsten der christlichen Schulen im Heiligen Land. Während es eine  von Réseau Barnabé organisierte Studienreise in diesen Tagen einer Gruppe von französischen Direktoren und Professoren ermöglicht, eine Patenschaft mit den lokalen Schulen einzugehen, ist eine andere Initiative mit dem Namen „Die Wächter des Friedens“ unter der Leitung von Pater Frédéric Fago aus der Diözese von Vannes (Frankreich) dabei, über die Schulen Freundschaftsbeziehungen  und Volontariatsarbeit mit den Christen im Heiligen Land in Gang zu bringen.

Im Laufe einer Woche, vom 2. bis 9. März 2013, waren von Réseau Barnabé mindestens 12 Besuche an veschiedenen Schulen in der gesamten Diözese des Lateinischen Patriarchats vorgesehen: von Tel Aviv über Jerusalem bis Ramallah. Jean-François Canteneur begleitet die Reise: Er ist der Koordinator für Réseau, eine Art “Netzwerk” zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den französischen katholischen Schulen und den christliche Schulen im Heiligen Land.

Zu diesem Zwecke hat sich eine Gruppe von Schuldirektoren, Lehrern und Religionslehrern aus einem Dutzend französischer Schulen zusammengefunden. Zu der Gruppe zählen auch pastorale Führungskräfte, Verantwortliche für internationalen Beziehungen oder territoriale Führungskräfte von „Apprentis d ‘ Auteuil“. Sie kommen aus ganz Frankreich: von Marseille bis Toulouse, von Roche-Sur-Yon bis zur Picardie und natürlich aus Paris.

IMG_8581-300x200Am Anfang der Woche besuchte die Delegation eine Schule in Beit Hanina, zwei Schulen in Jerusalem und zwei Schulen in Bethlehem. Den Dienstag beendete ein Besuch am französischen Gymnsaium in Jerusalem mit einer Sitzung zusammen mit den Führungskraften des französischen Konsulats. Am Mittwoch dann war ein Treffen mit Weihbischof Shomali im Lateinischen Patriarchat vorgesehen. Um die pädagogischen Aktivitäten, die beide Seiten bereichern sollen, festlegen zu können, sah die Reise vor , verschiedene israelischer und palästinensischer Persönlichkeiten zu treffen, die Möglichkeit verschiedene Wallfahrtsorte zu besuchen, in der Wüste zu wandern und einen Besuch in Yad Vashem.

“Die Wächter des Friedensˮ

Und wenn “es das Interesse von Réseau Barnabé ist, die Erfahrungen und Fähigkeiten jedes einzelnen zusammenzubringen“, erklärt Alice de Rambuteau, eine eigenständige Initiative der  Diözese von Vannes (Morbihan – Frankreich) so rundet der Verein “Die Wächter des Friedens” das Spektrum ab. Davon spricht Pater Frédéric Fagot, Direktor für die katholische Erziehung der Diözese von Vannes und Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalemer: “Unserem Verein liegt es am Herzen die  jungen Menschen die Wirklichkeit Israels und Palästinas entdecken zu lassen, indem sie die Christen im Heiligen Land treffen und unterstützen”. Und dies durch persönliche Treffen zwischen Schülern der unteren und oberen Mittelschulen und Schülern zwischen 16 und 22 Jahre beider Länder. Dieser Verein, der seinen ersten Schritte unter der Schirmherrschaft S.E. Raymond Centène, Bischof von Vannes und S.E. William Shomali, Weihbischof von Jerusalem, macht, versucht nicht  Partnerschaften zu “institutionalisieren”, sondern der „Vorhersehung seinen Lauf zu lassen” so die  Worte von Pater Fagot.

br90_2134051_1_px_470_-300x268Konkret heißt dies, die größtmögliche Anzahl junger Menschen von Morbihan (und auch anderer in der Zukunft) während ihrer Schulzeit ins Heilige Land zu bringen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Einaml Schul-Partnerschaften herzustellen, z. B. die Mittelschule der Schwestern von St. Joseph (deren Direktor Schw. Frida Nasser ist) mit dem Gymnasium Saint François-Xavier in Vannes (17 Schüler dieser Schule begleiteten Pater Fagot im Heiligen Land) und Ende April wird eine Partnerschaft zwischen der Mittelschule Sainte-Anne di La-Trinité-Porthoët mit der Schule in Zababdeh hergestellt werden. Ziel ist es, Schüleraustausche zu organisieren, damit die jungen Menschen in die tägliche Realität ihrer Glaubensgenossen im Heiligen Land eintauchen.

Das zweite Aktionsfeld betrifft die Sommer-Camps für Jugendliche. Dabei sollen „Volontärs-Wallfahrten“ über 3 Wochen für Gruppen von 10-15 junger Menschen organisiert werden. Das Programm für diesen Sommer ist folgendermaßen geplant: Volontariat in der Pfarrgemeinde am Vormittag , die Bibel auf dem Boden ihrer Entstehung erkunden am Nachmittag und Treffen mit Persönlichkeiten des Heiligen Landes am Abend. Für die 2014 sieht Pater Fagot bereits vor, vom 1. Juli bis 31. August 3 oder 4  Aufenthalte für Jugendliche zu planen.

Davon ausgehend, dass “jeder Christ in Jerusalem geboren ist”, möchte Pater Fagot, der sonst Professor für Religionsgeschichte ist, dass jeder junge Mensch zu einem „Wächter des Friedens werde“ im Gebet, im Dienst und in der Wallfahrt und nach seiner Rückkehr nach Frankreich Zeugnis seiner Erfahrung ablegen könne. Der junge Priester fügt noch hinzu: “Es wird nicht möglich sein, wirklich freundschaftliche Beziehungen mit dem Heiligen Land herzustellen, wenn man nicht vertrauensvoll  die Menschen trifft, die dort leben, und deren tägliches Leben kennenzulernen”. Im Moment handelt es ich dabei nur um eine Initiative auf Diözesanebene und umfasst nur junge Menschen. Aber es ist nicht unmöglich, dass es in Zukunft auch Familien und Professoren sein werden… und nicht nur Katholiken.

Christophe Lafontaine