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Gepostet on 11 Mrz 2013 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Erste Eindrücke des neuen Erzbischofs von Tunis

Erste Eindrücke des neuen Erzbischofs von Tunis

ITW-Archevêque-Tunis articleAm 21. Februar ernannte Benedikt XVI. Ilario Antoniazzi, 64 Jahre alt, zum neuen Erzbischof von Tunis (Tunesien). Zu dieser Ernennung kam es in den letzten Tagen des Pontifikats von Benedikt XVI. Die bischöfliche Weihe wird am 16. März in der Verkündigungsbasilika in Nazareth stattfinden. Am 7. April 2013  soll dann der offizielle Amtsantritt in Tunis beginnen. Der designierte Bischof Antoniazzi schildert uns seine Eindrücke.

1/Wie haben Sie auf die Nachricht von Ihrer Nominierung reagiert?

Es war eine Überraschung. Ich sagte mir: der gute Gott hat wirklich eine Vorstellungskraft, wenn er dabei gerade an mich gedacht hat. Und diese Vorstellungskraft wird mir die Kraft und die Gnade geben, die ich für mein Apostolat benötige.

2/Welche Botschaft wollen Sie den Pfarreimitgliedern von Rameh vor Ihrer Abreise zurücklassen?

Zunächst ein großes Dankeschön für alles. Ich habe mich unter meinen Brüdern und meinen Schwestern von Rameh stets zu Hause gefühlt. In diesem Jahr des Glaubens schließlich möchte ich ihnen von  ganzem Herzen wünschen, dass Sie sich zunehmend an das Evangelium halten  und die Mentalität der Welt vergessen, denn nur in Gott werden ihre Herzen Frieden finden.

3/Was sind Ihre pastoralen Prioritäten als Erzbischof von Tunis?

Ich muss zugeben, dass ich die spirituelle Situation meines Bistums nicht kenne. Ich habe bereits ein Treffen mit meinen Priestern geplant, um die spirituelle und pastorale Realität einschätzen zu können. Gemeinsam mit meinen Priestern können wir die Zukunft dieser Kirche betrachten.

4 /Tunesien ist immer noch politisch instabil. Was wissen Sie über die Situation der Christen in diesem Land? Was erwarten diese von Ihnen in dieser Zeit der Unruhen?

Es ist wahr, die politische Situation ist sehr instabil. Aber Tunesien ist bekannt für seine Aufgeschlossenheit und Innovationsfähigkeit. Wir dürfen nicht vergessen, dass der arabische Frühling dort begonnen hat. Außerdem kann jede Krise auch eine Gelegenheit zur Reife sein. Lasst uns auf einen echten Frühling hoffen,  wenn alle in Freiheit und Liebe leben werden. Die Kirche mit ihren Christen hat viel zu geben. Ich hoffe, dass der  gute Gott mich dazu benutzen wird, meine Brüder und Schwestern  im Glauben zu stärken und ein Friedensstifter sein zu können.

Interview mit Christophe Lafontaine