Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 18 Feb 2013 in Aktuelles aus den Pfarreien, Diözese

Tag der Kranken in Beit Sahour und Beit Jala

Tag der Kranken in Beit Sahour und Beit Jala

Beit-Jala-article-300x1982Anlässlich des Tages der Kranken und des Gedächtnisses an Unsere Liebe Frau von Lourdes besuchte der Weihbischof von Jerusalem, Bischof William Shomali, das jenseits der Mauer gelegene Beit Sahour und Beit Jala. Er wollte damit die Nähe der Kirche Jerusalems zu den leidenden Menschen zum Ausdruck bringen.

Man wählte für die diesjährige Feier des 21. diözesanweiten  Tages der Kranken die Pfarrei Beit Sahour aus. Am Vortag, dem Sonntag 10. Februar, wurde mit den Pfarrangehörigen und Gläubigen eine Messe gefeiert. Man hieß Bischof Shomali, dem der Gemeindepfarrer Iyad Twal assistierte, herzlich willkommen. Um diese Gelegenheit zum Gebet nicht zu versäumen, kamen viele der Gläubigen auch aus Jerusalem.

In Beit Jala füllten die Gläubigen die Pfarrkirche, wo Bischof Shomali und Pfarrer Ibrahim Shomali die Messe konzelebrierten. Diese zwei Tage des Gebets sollten die Kranken und alle anderen Anwesenden an den Wert des Leidens und von Heilung erinnern, sowohl auf der menschlichen als auch auf der übernatürlichen Ebene. Das Leiden selbst wurde so von Jesus von einer negativen und zerstörerischen Kraft in eine Quelle der Gnade gewandelt.

Der Bischof bezog sich in seiner Predigt auf  zwei Arten von Krankheit: der körperlichen und der geistlichen. Die Heilung beider setzt Glauben voraus. Der Bischof zeigte dies anhand zweier Beispiele: Der Gelähmte, der geheilt wurde und Sündenvergebung erfuhr, und die kranke Frau, die nach 12 Jahren durch die Berührung des Gewandsaums Jesu wieder gesund wurde. Nach der Predigt spendete Bischof Shomali mehr als hundert leidenden, mehrheitlich älteren Menschen in Beit Sahour und Beit Jala das Sakrament der Krankensalbung. Auch mehrere junge Menschen erhielten das Sakrament.

Am Ende der religiösen Feierlichkeit in Beit Jala traf die Nachricht vom Rücktritt Benedikt XVI. vom Papstamt wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein. „Seine Entscheidung – sagte der Bischof – zeugt von großem Mut und großer Demut. Die Kirche wird auf ihrem Weg weiter voranschreiten,  auch über menschliches Vermögen hinaus. Wir müssen nun unser Gebet intensivieren, dass der Heilige Geist die Gedanken und die Herzen der Kardinäle für die  Wahl des Nachfolgers Petri erleuchtet.“

Text und Fotos: Nicola Scopelliti

Beit-Jala-album