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Gepostet on 13 Feb 2013 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Die Angelegenheit von Cremisan: Anhörung am 12. Februar

Die Angelegenheit von Cremisan: Anhörung am 12. Februar

Cremisan articleTEL AVIV – Morgen, am Dienstag, den 12. Februar wird die Society of St. Yves, die katholische Organisation für Menschenrechte mit Sitz in Jerusalem, über die Sache bezüglich des Tals von   Cremisan angehört. Das Berufungsgericht in Tel Aviv wird eine Entscheidung über die Klage gegen das Projekt zum Bau der israelischen Trennmauer, die das Tal von Cremisan von  Bethlehem und den umliegenden Dörfern trennen wird, treffen.

Angesichts dieser Anhörung (die morgen um 11.30 Uhr stattfinden wird) wurde am vergangenen Freitag – 8. Februar 2013 – im Tal von Cremisan eine Messe gefeiert.

Im Oktober 2012 hatte die Versammlung der Katholischen Ordinarien des Heiligen Landes (AOCTS)  in einer Erklärung den vorgesehenen Verlauf der  Trennmauer im Tal von Cremisan verurteilt. Die Pressemitteilung erklärte: “Die angeordnete Beschlagnahme betrifft das Dorf Al Walaja und 58 christliche Familien aus Beit Jala, deren Lebensunterhalt von diesem Land abhängt. Des weiteren sind die beiden lokalen Salesianergemeinschaften betroffen, deren seelsorgerische Arbeit für die lokale Gemeinde dadurch behindert wird.“

Vom Tal von Cremisan getrennt, riskiert die lokale Gemeinschaft einen ihrer letzten Landwirtschafts– und Freizeitbereiche  und auch einige ihrer wichtigsten Wasser-Quellen für die lokalen Landwirte zu verlieren. Tatsächlich ist Cremisan als eine wahre Grünfläche die wichtigste Lunge der Region, ohne die die Bevölkerung von Bethlehem nicht atmen kann.

„Außerdem“, so die Pressemitteilung vom Oktober weiter,“ werden die 450 Kinder, die die Schule der Don-Bosco-Schwestern besuchen, wie in einem Gefängnis unterrichtet werden müssen, umgeben von militärischen Sperren und Checkpoints.“

Wir erinnern daran, dass der Internationale Gerichtshof am 9. Juli 2004 die  Trennmauer als völkerrechtswidrig erklärt hat. Die Versammlung der  Bischöfe beauftragte die Society of St. Yves – die katholische Organisation für Menschenrechte mit Sitz in Jerusalem – eine Klage gegen die israelischen Behörden einzureichen.

Christophe Lafontaine