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Gepostet on 11 Feb 2013 in Dialog, Interreligiöser Dialog

Treffen des Patriarchen mit Rabbiner Rosen

Treffen des Patriarchen mit Rabbiner Rosen

David RosenRabbiner David Rosen, Direktor für interreligiöse Beziehungen des Amerikanisch-Jüdischen Komitees, besuchte mit einer 12-köpfigen Delegation am 29. Januar 2013 den Patriarchen. Während des Treffens verdeutlichte der Patriarch, dass religiöse die Oberhäupter im Heiligen Land gehört werden müssen.

Rabbiner David Rosen ist Direktor für  interreligiöse Fragen des Amerikanischen Jüdischen Komitees. In seinem Gespräch mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem erkundigte er sich nach konkreten Erfolgen aber auch Hindernissen des Rats für religiöse Institutionen im Heiligen Land. Patriarch Fouad Twal erklärte, dass alle religiösen Verantwortlichen im Heiligen Land tun, was in ihrer Macht steht. Er weiß um die Bemühungen der USA und der EU hinsichtlich ihrer Aufrufe. Aber ihm scheint, dass es kaum Beziehungen mit der israelischen politischen Elite gibt. “Ohne Politik nützen alle großen Reden nichts, wir brauchen mehr Handlungsmacht, damit unsere Appelle gehört werden. Wir bitten jetzt nur um eins, den Frieden. Man muss die eine Tatsache benennen: die Besatzung und die daraus resultierende Einengung im täglichen Leben der Bevölkerung.”

Religiösen Extremismus vermeiden

Patriarch Twal und Rabbi Rosen haben sich auch dafür ausgesprochen, die Bedeutung der Erziehung zu stärken, um religiösen Extremismus zu vermeiden. Dies sei die grundlegende Rolle der lateinischen Patriarchatsschulen und der Universität von Madaba in Jordanien, bekundete der Patriarch.

Rabbiner Rosen ist ehemaliger Großrabbiner von Irland und derzeitig Direktor der interreligiösen Beziehungen im Amerikanisch-Jüdischen Komitee (AJC), das 1906 mit dem Ziel gegründet wurde, durch Sicherung des jüdischen Fortbestehens die Sicherheit der Juden in der ganzen Welt zu sichern. Rabbiner David Rosen war mit einer Delegation der AJC in Jerusalem, nachdem er zuvor in Amman König Abdallah getroffen hatte, um politische und strategische Entwicklungen im Nahen Osten zu besprechen. Die Audienz am königlichen haschemitischen Hof sowie mehrere Treffen mit drei Ministern beendeten die Verhandlungen der Organisation mit der jordanischen Regierung. Die von AJC Präsident Elman Robert begleitete Delegation traf auf ihrem Besuch auch Leiter jordanischer Unternehmen, politische Analysten und Diplomaten. „Der jordanische Staat ist aufgrund seiner Lage ein wichtiger strategischer Partner der Vereinigten Staaten, jedoch auch verletzlich in dieser instabilen Region, besonders wegen seines Nachbarn Syrien. Er zeichnet sich durch seine Verlässlichkeit in der Kooperation gegenseitiger Interessen aus“, teilte Elman Robert mit. „Seit zwei Jahrzehnten gilt Jordanien als fester Verbündeter in den Friedensverhandlungen mit Israel“, konstatiert die AJC und hebt die vitale Rolle des Königs Abdallah hervor, der „mit seiner Stimme für den Frieden ein pragmatischer politischer Führer in dieser turbulenten Region bleibt“. König Abdallah hat von sich aus für eine Neuaufnahme der israelisch-palästinensischen Verhandlungen plädiert und an die internationalen politischen Führer appelliert, eine Zwei-Staaten-Lösung anzustreben.

Christophe Lafontaine