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Gepostet on 1 Feb 2013 in Dialog, Ökumenismus

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist beendet

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist beendet

fin semaineJERUSALEM – Am Sonntag, den 27. Januar 2013, endete die Gebetswoche für die Einheit der Christen bei den Melkiten, in der Kirche Mariä Verkündigung. S.E. Joseph Jules Zerey (General-Patriarchalvikar der Melkitischen Griechisch-katholischen Kirche in Jerusalem) erwähnte in seiner Predigt:”Die Gemeinschaft zwischen uns ist aufgrund der Schwäche unseres Glaubens, aufgrund der Schwäche unserer gegenseitigen Liebe und aufgrund unseres Mangels an Demut gebrochen”. Und mit Überzeugung sagte er: “Wir sind zuversichtlich, dass die Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin ist, damit sich die Einheit erfüllt, die wir erflehen”. Im folgenden finden Sie die Texte, die vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen veröffentlicht wurde.

Texte für
die Gebetswoche für die Einheit der Christen
und das ganze Jahr 2013

fin semaine album

Mit Gott gehen
(Micha 6,6–8)

8. Tag                             Miteinander feiern

Lesungen

Hab 3,17-19             Feiern in Zeiten der Not
Ps 100                      Alle Welt betet Gott an
Phil 4,4-9(4)             Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Lk 1,46-55               Das Lied der Maria (Magnificat)

Meditation

Mit Gott gehen heißt, miteinander feiern. Wer die Dalits in Indien besucht, erschrickt über die Nöte und Kämpfe, die sie ertragen müssen. Zugleich aber ist er berührt von ihrer Hoffnung und ihrer Freude.

In der heutigen Bibellesung geht es auch um Hoffnung, Freude und um das Feiern. Der Prophet Habakuk preist den Herrn in einer Zeit der Dürre und Missernte. Das Zeugnis, dass Gott mit seinem Volk gerade auch in Zeiten der Bedrängnis unterwegs ist, ist eine Feier der Hoffnung. Maria geht zu ihrer Cousine Elisabeth, um ihre Schwangerschaft zu feiern. Sie singt ihr Magnificat als Lied der Hoffnung noch vor der Geburt ihres Kindes. Und aus dem Gefängnis heraus ermahnt Paulus die christliche Gemeinde von Philippi zur Freude: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit“.

Freude und Feiern sind in der Bibel eng verbunden mit der Hoffnung auf Gottes Treue. Die Bedeutung des Feierns in der Kultur der Dalits legt in ähnlicher Weise Zeugnis ab für Glauben und Hoffnung. Dieses Zeugnis wurde errungen im Kampf um Würde und Überleben. Indem wir in dieser Woche für die Einheit der Christen beten, nehmen wir Anteil an dieser Kultur des Feierns, die uns die Dalits vorleben. Mit ihnen feiern wir ihre Treue zu ihrer christlichen Identität, die ihren Kampf für das Leben bestimmt. So feiern wir schon die Einheit der Christen, die noch vor uns liegt. Sie braucht den ganzen Einsatz in der Hoffnung, die sich im Gebet Christi ausdrückt: dass wir alle eins sein mögen. Wir haben Grund zum Feiern, weil wir wissen dürfen, dass die Einheit ein Geschenk Gottes ist. Dankbar erkennen wir, dass wir alle als Freunde Jesu bereits eins sind. Das drückt sich in der einen Taufe aus. Wir alle sind zur Einheit berufen und dazu, für sie zu kämpfen. Mit Gott gehen heißt, den Weg zur Einheit der Christen konsequent weiterzugehen. Auf diesem Weg darf gefeiert werden, weil wir Hoffnung haben.

Gebet

Gnädiger Gott, erfülle uns durch deinen Geist mit Freude. Begeistere uns, die Einheit zu feiern, die wir schon erleben. Lass uns eifrig bleiben auf dem Weg zu größerer sichtbarer Einheit. Wir freuen uns am Glauben und an der Hoffnung derer, die um ihre Würde kämpfen. In ihnen erkennen wir deine Gnade und deine Verheißung der Freiheit. Lehre uns, ihre Freude zu teilen. Lass uns von ihrer Beharrlichkeit lernen. Stärke unsere Hoffnung und unseren Willen, im Namen der Liebe Christi gemeinsam unterwegs zu sein. Vereint erheben wir unsere Stimmen zu deiner Ehre und lobsingen deinem heiligen Namen.

Gott des Lebens, führe uns zu Gerechtigkeit und Frieden. Amen

Fragen

•   Wo setzten wir uns in unserer Gemeinde für Gerechtigkeit ein? Wo haben wir im Blick auf   die Gerechtigkeit Grund zum Feiern?
•   Was tun wir in in unserer Gemeinde für die christliche Einheit? Wo haben wir im Blick auf   die Einheit Grund zum Feiern?