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Gepostet on 24 Jan 2013 in Patriarch, Rede und Interviews FT

Ein Brief der Solidarität für Syrien

Ein Brief der Solidarität für Syrien

Syrie souffrante

 JERUSALEM – Hier veröffentlichen wir den Brief der Solidarität für Syrien geschrieben heute, Donnerstag, den 24. Januar des lateinischen Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal.

 

Ein Brief der Solidarität

Wir drücken allen religiösen Gemeinschaften, allen Priestern und  all denjenigen, die in Syrien unter Gefahr für die eigene Person selbstlos einen großzügigen Dienst an den Armen, den Leidenden, den Verwundeten und den Hilfsbedürftigen  leisten, unsere tief empfundene geistige Nähe, unsere Solidarität im Gebet und  unsere Wertschätzung für das  unermüdliche Zeugnis der Liebe und brüderlichen Sorge inmitten der Verwüstung und derart schwierigen Umständen, aus.

Wir sind uns bewusst, dass Syrien und seine Menschen in diesen tragischen Stunden die  Dramatik des Kreuzes, das nur durch das Kreuz und das Leid unseres Herrn selbst Licht finden kann, durchleben. Unsere Stimme erhebt sich in Erinnerung an die Toten und zur Verteidigung der Lebenden, derjenigen, die weiterhin in ihrer Heimat bleiben, und den Flüchtlingen, die alles verloren haben und ihre Heimat aufgeben mussten. Die Dramatik, sowohl der einen als auch der anderen, ist riesig — wovon ich mich persönlich bei meinem jüngsten Besuch in Mafraq im Norden Jordaniens überzeugen konnte – und kann uns nicht gleichgültig lassen. Lange, zu lange dauert  diese Situation nun an. Wir fühlen uns ohnmächtig und leiden wegen unserer Hilflosigkeit und dem Unvermögen, einzugreifen, um der Gewalt ein Ende zu bereiten und den Opfern zu helfen.

 

Unser Apell, die Gewalt sofort einzustellen, und sich stattdessen mit Barmherzigkeit, Gnade  und Mitgefühl gegenüber unseren geliebten leidenden syrischen Brüdern zu bewaffnen, schließt sich der Aufforderung des Heiligen Vaters,  Benedikt XVI,  zum Gebet für Frieden an, damit “in den verschiedenen Konflikten die unwürdigen Massaker an unbewaffneten Zivilisten aufhören, jeglicher Gewalt ein Ende gesetzt werde  und der Mut zu Dialog und Verhandlung gefunden werde”.

 

Ich appelliere an diejenigen, die zu einem konstruktiven Dialog beitragen können, denn es gibt sicherlich einen Ausweg, wenn wir nur den Mut und die Bereitschaft dazu  um des Friedens und nicht anderer Interessen willen haben.

Heilige Maria sei in diesem Sinne eine Fürsprecherin bei deinem Sohne.

+ Fouad Twal, Lateinischer Patriarch,

im Namen der AOCTS