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Gepostet on 4 Jan 2013 in Politik und Gesellschaft

Benedikt XVI. spricht sich für eine glaubwürdige Wiederaufnahme der palästinensisch-israelischen Verhandlungen aus

Benedikt XVI. spricht sich für eine glaubwürdige Wiederaufnahme der palästinensisch-israelischen Verhandlungen aus

Vatikanstaat – Am 17. Dezember empfing Papst Benedikt XVI. im Vatikan den Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, der Italien besuchte, um diesem Land, welches am 29. November bei der UNO-Versammlung zu Gunsten von Palästina (für einen Beobachterstatus) gestimmt hatte, seinen Dank auszusprechen.

Die private Unterredung zwischen dem Papst und Mahmoud Abbas, auf englisch und mit Übersetzer, dauerte nicht mehr als 25 Minuten. Der palästinensische Präsident wurde bei seinem Besuch im Vatikan von einer achtköpfigen Delegation begleitet.

Wir hoffen sehr auf eine glaubwürdige Wiederaufnahme der palästinensisch-israelischen Verhandlungen

In einem Vatikanbericht heißt es: “Während des herzlichen Treffens wurde auch die kürzliche Resolution der UNO-Generalversammlung, in der Palästina als Nicht-Mitgliedsstaat der Beobachterstatus anerkannt wurde, angesprochen.”

Man hofft, dass sich durch diese Initiative die Internationale Gemeinschaft weiterhin verpflichtet fühlt, alles für einen gerechten und anhaltenden Frieden im israelisch-palästinensischen  Konflikt zu tun. Dieser kann nur dann beigelegt werden, wenn die Verhandlungen ernsthaft wieder aufgenommen, und die Rechte aller dabei geschützt werden.

Der Papst und Mahmoud Abbas konzentrierten sich daraufhin besonders “auf die konfliktreiche Lage der Region und baten dringend um den Mut zur Wiederversöhnung und zum Frieden.” Zuletzt erwähnte man den nicht zu unterschätzenden Beitrag, den “die Christen in der Gesellschaft der palästinensischen Gebiete und des gesamten Nahen Ostens leisten.”

Nach der Audienz mit dem Papst traf sich Mahmoud Abbas auch mit dem Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone und mit dem Sekretär für internationale Beziehungen, Erzbischof Dominique Mamberti.

Mahmoud Abbas und Benedikt XVI. – zwei Männer, die sich gut kennen

“Es freut mich sehr, Sie wiederzusehen,” soll der Papst bei der Ankunft seines Gastes ausgerufen haben, der ihm sogleich entgegnete: “Ich bin auch sehr froh, Sie wiederzutreffen.” Benedikt XVI. und Mahmoud Abbas kennen sich seit langer Zeit. Es ist das sechste Treffen der beiden Männer, fünfmal im Vatikan und einmal im Heiligen Land. Im Mai 2009 hatte Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Bethlehem, der Geburtsstadt Christi, in der er von Präsident Abbas empfangen wurde, wiederholt seine Unterstützung für den palästinensischen Staat zugesichert. Der Papst hatte eine Messe auf dem Platz vor der Geburtskirche gefeiert und anschließend das Flüchtlingslager “Aida” vor der Trennmauer, die Israel errichtet hatte, besucht.

“Der Heilige Stuhl unterstützt das Recht Ihres Volkes auf einen souveränen palästinensischen Staat auf dem Land seiner Vorfahren, im Frieden mit seinen Nachbarn und innerhalb international anerkannter Grenzen,” hatte der Papst in seiner Rede an Mahmoud Abbas erklärt. Der palästinensische Präsident hatte die israelische Besatzung denunziert und bekräftigt, dass es an der Zeit sei, dieses Leid zu beenden.

Die letzte Zusammenkuft im Vatikan zwischen Mahmoud Abbas und dem Papst liegt schon seit Juni 2011 zurück.

Quelle: Radio Vatikan